Trägerverein will insolventes Gasthaus am Landtagsplatz kaufen

Große Pläne für das Museumsdorf Hösseringen

+
Der Verein des Museumsdorfes Hösseringen möchte das „Haus am Landtagsplatz“ und die Nebengebäude vom Inhaber im Rahmen des Erbbaurechts kaufen.

Hösseringen – Für das Museumsdorf Hösseringen ist es eine der größten Investitionen in seiner Geschichte: Im Rahmen eines umfassenden Zukunftskonzepts will das Freilichtmuseum seine Attraktivität steigern.

Den Kern bildet die Übernahme des Grundstücks am Hösseringer Landtagsplatz. Außerdem will der Museumsverein die dortige Gastwirtschaft, deren Betreiber im September 2018 Insolvenz angemeldet hatten (AZ berichtete), erwerben. Das „Haus am Landtagsplatz“ soll danach als Gastronomiebetrieb neu eröffnet werden.

Während einer Mitgliederversammlung des Museumsvereins wurde jetzt einstimmig die Fusion mit der Vereinigung Landtagsplatz Hösseringen beschlossen. Letztere wird aufgelöst, ihr Eigentum – das Grundstück am Landtagsplatz – geht auf den Museumsverein über. Anschließend möchte dieser die auf dem Areal stehende Gaststätte und deren Nebengebäude im Rahmen des Erbbaurechts vom Inhaber kaufen.

Im Nachtragshaushalt 2019, der von der Versammlung ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde, sind dafür Ausgaben von 346 500 Euro angesetzt. Diese Summe beinhaltet unter anderem den Kaufpreis für die Immobilien, Notar- und Grunderwerbskosten, Reparaturen am Dach der Gastwirtschaft, eventuelle Arbeiten an Heizung und Brandschutz sowie den Neubau eines Zauns.

Der Kreis Uelzen als größter Zuschussgeber des Museumsdorfes wird den geplanten Kauf des Erbbaurechts finanzieren. Auf Beschluss des Kreisausschusses wurde die für 2019 vorgesehene Förderung des Museums von 196 300 auf 586 800 Euro erhöht. „Damit wurden die Voraussetzungen zum Erwerb getroffen. Wir sind als Verein jetzt handlungsfähig“, sagte dessen Vorsitzender Jörg Hillmer. Alles Weitere werde die Zukunft bringen. " 

VON BERND SCHOSSADOWSKI

Mehr zu dem Thema in der Wochenendausgabe (25./26. Mai) in der gedruckten Ausgabe sowie im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare