Zehn Bauplätze sind schon verkauft

Große Nachfrage nach Grundstücken im Gerdauer Gebiet „Hofkoppel“

Auf dieser Fläche im Norden von Gerdau entsteht das neue Baugebiet „Hofkoppel“. FotoS: SCHOSSADOWSKI (2) / PRIVAT
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Auf dieser Fläche im Norden von Gerdau entsteht das neue Baugebiet „Hofkoppel“. FotoS: SCHOSSADOWSKI (2) / PRIVAT

Gerdau – Im Frühjahr hatte die Vermarktung des neuen Baugebietes „Hofkoppel“ im Norden von Gerdau begonnen. Eine erste Zwischenbilanz fällt aus Sicht der Gemeinde als Flächeneigentümerin erfreulich aus: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist groß.

Für zehn der insgesamt 23 Grundstücke gibt es bereits Käufer. Auf einstimmigen Beschluss des Gerdauer Rates wurden jetzt in einem Zug gleich vier Bauplätze veräußert. Diese sind 872, 895, 948 und 992 Quadratmeter groß. 13 Flächen im Gebiet „Hofkoppel“ sind noch frei.

Bürgermeister Stefan Kleuker (CDU) ist mit dieser Resonanz sehr zufrieden. „Das läuft wirklich gut. Am Telefon ist momentan viel Interesse an den Grundstücken zu bemerken“, sagte er im AZ-Gespräch. Der Kaufpreis beträgt zehn Euro, hinzu kommen Erschließungskosten von 23 Euro und ein Kanalbaubeitrag von 2,81 Euro – alles pro Quadratmeter gerechnet.

Die SPD/FWG-Minderheitsgruppe im Gerdauer Rat hatte zur „Hofkoppel“ aber noch einige Fragen. Zum Beispiel: Wie kann die Gemeinde sicherstellen, dass die Käufer auch tatsächlich bauen und ihr Grundstück nicht allein zu Spekulationszwecken erwerben? Das sei in den Notariatsverträgen klar geregelt, antwortete Kleuker. Es gebe eine Bauverpflichtung. Innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf müsse mit den Arbeiten begonnen werden, nach fünf Jahren müsse das Haus bezugsfertig erstellt sein. Sollten die Käufer diese Fristen nicht einhalten, könne die Gemeinde das betreffende Grundstück zu den jetzigen Konditionen zurückkaufen.

Eine weitere Frage von SPD und FWG: Wann muss der Kaufpreis gezahlt werden? Dieser werde direkt nach der notariellen Übertragung des Grundstücks fällig, nicht erst mit Ablauf der Baufrist von drei beziehungsweise fünf Jahren, betonte Kleuker.

Auch Wolfgang Hahnemann (SPD) freute sich über die große Nachfrage nach Bauplätzen im Ort. Allerdings gab er zu, dass er auch gemischte Gefühle habe. Er mache sich ein wenig Sorgen, weil die meisten Käufer in der „Hofkoppel“ nicht aus der Gemeinde Gerdau oder dem Kreis Uelzen kommen, sondern von weit außerhalb. „Das dient nicht dem allgemeinen Wohnbedarf der Gerdauer“, meinte Hahnemann. Natürlich wolle er niemandem sein Grundstück neiden. „Aber mir wäre es lieber, wenn Kinder von Einheimischen hier kaufen und sich niederlassen würden.“

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