WSL-Ratsherr Dierk Pellnath kritisiert nach Rücktritt von Hinrich Müller die Suderburger Sozialdemokraten

„Generationswechsel bei SPD ist längst überfällig“

Suderburg. Ein rabenschwarzer Tag für die Suderburger SPD – findet Dierk Pellnath, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Suderburger Land (WSL), zum Rücktritt des Hösseringers Hinrich Müller (die AZ berichtete).

„Da legt ein engagierter und immer mit offenen Karten spielender Sozialdemokrat sein Mandat nieder. Stellt sich die Frage nach dem ‘Warum’. Das möchten sicherlich nicht nur seine Wähler wissen, sondern auch die breite Öffentlichkeit“, findet Pellnath. Unter anderem parteiinterne Differenzen habe Müller angegeben. „Nun da wird er sicherlich das älteste Samtgemeinde-Ratsmitglied meinen. Wenn es nicht so läuft, wie der ältere Herr es will, dann hat man in der Suderburger SPD ein Problem“, schätzt der Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft. Ältestes Ratsmitglied der Suderburger Sozialdemokraten ist deren stellvertretender Fraktionsvorsitzende Manfred Mikulla. Die negative öffentliche Berichterstattung bezüglich Suderburg in den letzten Wochen und Monaten haben für Dierk Pellnath das Fass zum Überlaufen gebracht, sagt er: „Da wird ein schier aussichtloser Dringlichkeitsantrag seitens der SPD oder besser gesagt des älteren Herren gestellt, da gelangen gezielt vertrauliche Informationen zu der Presse und letztendlich werden in der Bevölkerung auch noch Ängste geschürt. “ Das alles war in Pellnaths Augen für Hinrich Müller wohl des Guten zu viel. Die alte Garde der Suderburger Sozialdemokraten habe sich eines streitbaren und unbequemen Mitstreiter entledigt. „Vielleicht war er ja den älteren Herren zu jung. Wer so miteinander umgeht, der muss sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs ausgeht. Wer will schon mit einer solchen Truppe zusammenarbeiten?“, fragt sich der Ratsherr der Wählergemeinschaft. Der SPD würde seiner Meinung nach ein Generationswechsel gut zu Gesicht stehen, „oder besser gesagt: er ist längst überfällig“.

Von Jörn Nolting

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