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Gemeinsam in die digitale Zukunft

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Von: Bernd Schossadowski

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Arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten für die Digitalisierung im Landkreis Uelzen (von links): Professor Markus Launer, Joachim Delekat, Thorsten Logemann und Andreas Hense. Foto: privat
Arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten für die Digitalisierung im Landkreis Uelzen (von links): Professor Markus Launer, Joachim Delekat, Thorsten Logemann und Andreas Hense. © Privat

Suderburg/Uelzen. Die Digitalisierung in Deutschland nimmt zu, auch im Kreis Uelzen. Professor Markus Launer von der Suderburger Ostfalia-Hochschule und sein Forschungsteam haben sich dieses Themas angenommen und wollen nun speziell für den hiesigen Landkreis verschiedene Aspekte erforschen.

Dabei geht es auch um das E-Learning, bei dem den Nutzern auf einer Online-Plattform und in Videokonferenzen wissenschaftliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Launers Ziel ist es, die Digitalisierung in der Region Uelzen voranzubringen. Für ein erstes Forschungsprojekt zum Thema „Digitales Vertrauen und Teamwork“ hat die EU ihm jetzt Fördermittel in Höhe von 250 000 Euro gewährt. Die Studie, die als Basis für Launers fortführende Arbeiten dient, ist auf zweieinhalb Jahre angelegt. In diesem bereiten Forschungsfeld von IT-Sicherheit bis Psychologie vertieft der Experte der Ostfalia die Beziehungen in und zwischen Unternehmen sowie innerhalb von Lieferketten. „Spontan haben viele Uelzener Unternehmer die Mitarbeit zugesagt“, freut sich Launer, der seit mehr als fünf Jahren unter anderem E-Business, Dienstleistungsmanagement sowie internationales und interkulturelles Management an der Suderburger Ostfalia lehrt (AZ berichtete).

Der jetzige Erhalt der Fördermittel sei eine Initialzündung für weitere Projekte, erklärt Launer. „Wir wollen eine Forschungsreihe aufbauen.“ So hat er für zwei weitere Projekte ebenfalls Mittel von jeweils 250 000 Euro beantragt. Die Entscheidung über die Vergabe steht aber noch aus. Eines dieser beiden Projekte heißt „Dienstleistung 4.0“ und erforscht die Beziehung von Mensch und Maschine. So sollen IT-Dienstleistungen für den ländlichen Raum entwickelt werden, zum Beispiel für kommunale Einrichtungen.

Dabei setzt Launer auf seine Projektpartner. Vor Kurzem hat er sich mit Joachim Delekat, Ostfalia-Dozent und Mitglied des Uelzener Stadtrates, sowie mit Andreas Hense, Chef des IT-Verbundes Uelzen, und Thorsten Logemann, Vorstand der Hamburger Firma Intersoft Consulting Services, zu einem ersten Gedankenaustausch getroffen. „Es soll ein wissenschaftlicher Beirat gegründet werden, um die Forschungsprojekte schnell und pragmatisch umzusetzen“, kündigt Launer an. Die erste Zusammenkunft des Beirates ist für Mitte Juni geplant.

Bereits am heutigen Freitag findet das nächste Forschungstreffen beim Uelzener IT-Verbund statt. Daran seien „namhafte IT-Unternehmer“ beteiligt“, sagt Launer. Gemeinsam sollen Möglichkeiten für Forschungsanträge erörtert werden.

Von Bernd Schossadowski

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