Suderburger Rat beschließt Mitgliedschaft im Trägerverein und Zahlung eines jährlichen Pauschalbetrags

Gemeinde unterstützt Bürgerbus-Projekt

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Der Bürgerbus-Verein in Suderburg – hier ein Symbolbild – will im kommenden Jahr einen Elektro-Kleinbus anschaffen. Der Gemeinderat steht voll hinter diesem Projekt.

bs Suderburg. Der neu gegründete Bürgerbus-Verein in Suderburg erfreut sich nicht nur großer Resonanz in der Bevölkerung, sondern genießt auch breiten politischen Rückhalt. Das wurde am Montagabend während der Sitzung des Suderburger Rates deutlich.

Dieser beschloss einstimmig, dass die Gemeinde Mitglied im Bürgerbus-Verein werden und dafür einen jährlichen Beitrag von bis zu 200 Euro zahlen soll.

Damit folgte der Rat einem Antrag von Dagmar Hillmer (CDU). Sie bezeichnete die Unterstützung des Trägervereins durch die Politik als Zeichen der Wertschätzung für die ehrenamtlichen Aktiven. Wie berichtet, wollen diese 2018 einen Elektro-Kleinbus anschaffen, der in einer Rundtour durch Suderburg und die umliegenden Orte fährt. Dafür hat der etwa 30 Mitglieder zählende Verein bereits rund 20 Fahrer gefunden.

Im Gemeinderat gab es jetzt ein rundum positives Echo für die Arbeit des Trägervereins. „Die WSL sieht das Projekt Bürgerbus positiv“, sagte Dierk Pellnath, Sprecher der Wählergemeinschaft. SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Mietzner betonte: „Bei der Infoveranstaltung haben sich alle eindeutig geäußert: Wir wollen Mitglied werden.“ Für die Zahlung des Mitgliedsbeitrages müsse der Etat 2018 nicht verändert werden, erklärte Fachbereichsleiter Reinald Müller. Der Grund: „Wir haben so viel finanziellen Spielraum im Haushalt.“

Auch Gemeindedirektor Thomas Schulz brach eine Lanze für den Bürgerbus. „Ich sehe das als Leuchtturmprojekt an“, sagte er mit Blick auf die Mobilitätsverbesserung im ländlichen Raum und die Anbindung der Dörfer an den Kernort Suderburg. „Das ist genau das, was es so lebenswert macht“, meinte Schulz. Außerdem trage der Bürgerbus zur Attraktivitätssteigerung Suderburgs bei. „Ich könnte mir vonseiten der Verwaltung auch vorstellen, dass eine laufende Zahlung für den Bürgerbus geleistet wird“, sagte Schulz. „Das ist aber eine Entscheidung der Politik.“

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