Samtgemeinderat Suderburg beschließt Etat 2021 / Rücklage sichert den Ausgleich

Geld für Hardausee und Schulen

Die marode Holzspundwand am Hösseringer Hardausee soll durch eine Winkelstütze aus Beton ersetzt werden. Es ist eine von mehreren Investitionen, die die Samtgemeinde Suderburg für 2021 plant.
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Die marode Holzspundwand am Hösseringer Hardausee soll durch eine Winkelstütze aus Beton ersetzt werden. Es ist eine von mehreren Investitionen, die die Samtgemeinde Suderburg für 2021 plant.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
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Suderburg – Vor einigen Jahren hätte ein sechsstelliges Minus im Haushalt der Samtgemeinde Suderburg noch für gehöriges Kopfzerbrechen gesorgt.

Doch nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Selbstentschuldung (AZ berichtete) verfügt die Kommune über eine stattliche Rücklage. Aus dieser werden jetzt 353.600 Euro entnommen, um das für 2021 erwartete Defizit zu decken.

Und so hat der Samtgemeinderat am Dienstagabend einstimmig einen ausgeglichenen Haushalt mit Aufwendungen und Erträgen von jeweils 5,34 Millionen Euro beschlossen.

Nach dem Anzapfen der Rücklage sind in dieser noch knapp 346 000 Euro vorhanden. „Wir sind in einer guten finanziellen Lage“, berichte-te Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz. „Es ist ein solider Haushalt.“ Dieser enthält einige Investitionen. Vorgesehen sind unter anderem die Teilsanierung des Suderburger Sportzentrums, Anschaffungen für die Feuerwehren und die Einführung der Ganztagsgrundschule in Suderburg und Gerdau.

Eigentlich hatte der Rat erwogen, die Samtgemeinde-Umlage von 38,5 auf 40,5 Punkte zu erhöhen. Doch das ist nun nicht mehr erforderlich, denn das Land hat mitgeteilt, dass die Samtgemeinde 406 000 Euro mehr Schlüsselzuweisungen bekommt als ursprünglich kalkuliert. Dadurch verbessert sich deren finanzielle Lage spürbar.

Das entlaste die Mitgliedsgemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg, die keine höhere Umlage zahlen müssen, freute sich CDU-Fraktionschef Wilhelm Schröder. Sein Fazit: „Unsere Samtgemeinde und die Gliedgemeinden sind mit ihren Haushalten für 2021 gut aufgestellt.“ Zugleich stellte er aber die Frage, „wie bei anhaltender Beitragsfreiheit in den Kitas und zunehmenden Betreuungswünschen die Finanzierbarkeit noch gegeben ist“.

Ulrich Mietzner, Vorsitzender der SPD-Fraktion, ging auf eine Investition besonders ein: Das Umfeld des Hösseringer Hardausees soll aufgewertet werden. Dabei werden der Kiosk erweitert und die marode hölzerne Spundwand durch eine Winkelstütze aus Beton ersetzt.

Durch „erheblich kostenträchtige Auflagen“ des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hätten sich die geschätzten Gesamtkosten jedoch drastisch erhöht, kritisierte Mietzner. Für ihn sind einige Forderungen zur Ausführung der Arbeiten unverständlich. „Es entsteht der Eindruck, dass bei dem Hardausee die gleichen Maßstäbe wie bei den großen Talsperren im Harz angelegt worden sind.“

Die WSL-Fraktion stimmte dem Haushalt geschlossen zu. Ihr Vorsitzender Michael Luther schlug zudem vor, einen „Zukunftsplan“ zu erstellen. „Wo will die Samtgemeinde hin?“, diese Frage sollte beantwortet werden.

„Der Haushalt ist nicht spektakulär“, meinte auch Götz Schimmack (Ratsgruppe Schimmack/Pellnath) und dankte der Samtgemeindeverwaltung für die aus seiner Sicht gute Arbeit. Lob für das Zahlenwerk zollte auch Grünen-Fraktionschef Niels Tümmler: „Der Haushalt ist eine klasse Sache, so wie er aufgestellt ist.“

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