Frischer Wind auf dem Campus

Stefan Mehlhase, Philip Gieleßen, Julia Caranabos und Stephan Klooth (von links) nehmen die Freizeitgestaltung am Campus Suderburg in die Hand.

Suderburg - Von Wiebke Brütt. Knapp drei Monate haben sie organisiert, Formalien abgeklärt und Mitstreiter gesucht – und ein Ziel haben die Asta-Vertreter (allgemeiner Studentenausschuss) Suderburgs in jedem Fall erreicht: Sie haben frischen Wind auf den kleinen Campus gebracht.

Anfang des Sommersemesters haben sie fünf neue Referate für den Standort der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gegründet (die AZ berichtete): Kultur, Kino, Fahrrad, Raum- und Öffentlichkeitsarbeit sollten neuen Schwung in den studentischen Alltag bringen. Und das haben sie. „Wir haben sehr gute Resonanz bekommen. Studierende haben sich bei uns gemeldet, die in Arbeitsgruppen mitmachen wollen“, berichtet Philip Gieleßen, Pressesprecher des Astas.

Besonders in Sachen Kommunikation sind die Studenten einen ganzen Schritt weiter gekommen. Was vor ihrem Engagement nur ein wenig genutztes schwarzes Brett war, läuft heute gleich auf mehreren Kanälen. „Das schwarze Brett wird gerade umgestaltet, es wird übersichtlicher, und wir bekommen eine zweite Wand dazu – also mehr Platz. Außerdem haben wir ein eigenes Forum eingerichtet“, sagt Gieleßen. Über die Homepage der Studentenvertretung – http://www.asta.ostfalia.de – können sich die Studenten aller fünf Hochschulstandorte in das Forum einwählen. Dazu dienen die gleichen Benutzernamen und Kennworte, die die jungen Leute bereits für die elektronische Prüfungsanmeldung und Ähnliches nutzen. Gieleßen: „Jede Fakultät hat hier ihren eigenen Bereich, und wer etwas verkünden möchte, kann das machen.“

Auch die geplante Hochschulzeitung ist am Werden. Zurzeit feilt die Arbeitsgruppe noch an dem Konzept, aber „das ist toll angelaufen“. Die regelmäßigen Kinovorführungen, die Julia Caramanos am Suderburger Campus eingeführt hat, sind ebenfalls gut besucht. Die Filme leiht sich die Wasser- und Bodenmanagement-Studentin vom Göttinger Uni-Film aus. „Diese Zusammenarbeit läuft sehr gut. Oft schicken die uns mehr Flyer, als wir überhaupt auslegen können“, sagt der Pressesprecher.

Das geplante Fahrrad-Referat – hier sollen Studierende sich Räder borgen oder ihre eigenen reparieren können – läuft etwas schleppender an. Bisher konnte noch keine Werkstatt eingerichtet werden. „Ich treffe mich in der nächsten Woche mit dem ortsansässigen Fahrradhändler, wir wollen über den Kauf von etwa 20 Fahrrädern verhandeln“, berichtet Stephan Klooth, Leiter des Fahrrad-Referates, über den aktuellen Stand.

Finanziert werden die Aktionen über den Semesterbeitrag, der momentan bei etwa 120 Euro liegt. Wer weitere Ideen hat oder sich an den bestehenden Referaten beteiligen möchte, kann über die Homepage des Astas Kontakt zu den Verantwortlichen aufnehmen.

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