Fördermittel im zweiten Anlauf?

1,4 Millionen Euro könnten fließen: Samtgemeinde hofft auf Sanierung des Suderburger Sportzentrums

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Gibt es Zuschüsse aus einem Bundesprogramm für die umfassende Sanierung des Suderburger Sportzentrums? Diese Frage wird möglicherweise Ende Oktober beantwortet. Der Samtgemeinderat steht geschlossen hinter dem Vorhaben.

Suderburg. Der erste Versuch im Jahr 2016 war fehlgeschlagen. Jetzt unternimmt die Samtgemeinde Suderburg einen zweiten Anlauf und hofft, für die geplante Sanierung ihres in die Jahre gekommenen Sportzentrums umfangreiche Fördermittel zu erhalten.

Einstimmig hat der Samtgemeinderat jetzt die Bewerbung für ein 100 Millionen Euro schweres Bundesprogramm zur Modernisierung von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen beschlossen. Den Antrag hat die Verwaltung nun fristgerecht eingereicht.

Wilhelm Schröder

Weil sich die Samtgemeinde noch immer in einer Haushaltsnotlage befindet, könnte sie in den Genuss der maximalen Förderung von 90 Prozent kommen. Vorausgesetzt natürlich, dass Mittel für das aus den 1970er-Jahren stammende Sportzentrum bewilligt werden. Vor zwei Jahren hatte das nicht geklappt. „Das Programm war vielfach überzeichnet“, erinnerte Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje in der jüngsten Ratssitzung. Auch diesmal sei ungewiss, wie viele Kommunen Anträge gestellt haben. „Es ist wieder zu erwarten, dass das Antragsvolumen weit darüber liegt“, meinte er. Pro Einzelprojekt sehe das Programm Zuschüsse von einer bis vier Millionen Euro vor. „Die Messlatte ist aufgrund der Summen sehr hoch“, sagte Lilje. Er hofft, dass Ende Oktober feststeht, welche Anträge zum Zug kommen.

Dierk Pellnath

Insgesamt 1,56 Millionen Euro würde es kosten, das Sportzentrum komplett zu sanieren. Im Idealfall bekäme die Samtgemeinde rund 1,4 Millionen Euro als Zuschuss, den Rest müsste sie aus eigenen Mitteln beisteuern. Geplant ist, die Laufbahn und die Kunststoffflächen samt Entwässerung zu sanieren. Hinzu kommen die Erneuerung des Umkleidebereichs und der sanitären Anlagen, die Stromversorgung inklusive Blitzschutz, ein neues LED-Flutlicht, die Rasenflächen der beiden Sportplätze, eine moderne Beregnungsanlage und die Befestigung des Parkplatzes.

„Wir haben die Möglichkeit, für relativ wenig Geld unsere Anlage wieder auf Vordermann zu bringen“, begrüßte Wilhelm Schröder (CDU) das Vorhaben. Dierk Pellnath (WSL) schlug vor, die Bundestagsabgeordneten Henning Otte und Kirsten Lühmann sowie das Landtagsmitglied Jörg Hillmer zu bitten, sich bei den zuständigen Behörden für eine Förderung des Suderburger Sportzentrums einzusetzen. Könnte sich nicht auch der Landkreis Uelzen finanziell daran beteiligen? Das wollte der parteilose Einzelbewerber Götz Schimmack wissen. Lilje kann sich das nicht vorstellen. „Außerdem müssten wir das dann als Drittmittel angeben“, erklärte er. „Und dieser Betrag würde uns in der Zuschusszahlung gekürzt.“

Von Bernd Schossadowski

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