Feuerwehr kämpft gegen qualmende Bremsen an Metronom-Waggon in Suderburg

Kühleinsatz am Bahngleis

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Löscheinsatz gegen qualmende Bremsen: Die Feuerwehr rückte am Sonntag mit 63 Kameraden aus.

Suderburg. Um 9.27 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr Suderburg ein – die hatte sich gerade in der St. -Remigius-Kirche eingefunden, um sich beim Volkstrauertag zu beteiligen. Der Alarmgrund: Feuer an einem Metronom-Waggon im Bahnhof Suderburg.

Gemeindebrandmeister Reimund Mentzel und seine Kameraden sowie Feuerwehren aus Böddenstedt, Bahnsen, Holxen, Hösseringen und Räber rückten aus Richtung Bahnhof. Dort qualmten die Vorder- und Hinterachse eines Waggons, der Minuten zuvor von Uelzen Richtung Hannover und Göttingen losgefahren war.

Die Bremsen hatten sich laut Feuerwehr festgesetzt, sie und die Räder waren aufgehitzt. Mit zwei Rohren, erzählt Mentzel, rückten die Feuerwehrmänner dem rauchenden Unterbau des Waggons zuleibe. Zuvor wurde die Strecke gesperrt, damit die Kameraden ins Gleisbett konnten und sich bei unter Strom stehenden Oberleitungen mit den Wasserschläuchen nicht in Lebensgefahr brachten. Die Reifen und Bremsen wurden mit den Rohren herabgekühlt, berichtet Mentzel. Anschließend habe man mit der Wärmebildkamera den Waggon auf mögliche weitere Brandnester untersucht. Insgesamt seien 63 Kameraden in acht Fahrzeugen bei dem Einsatz beteiligt gewesen.

Bei dem Zwischenfall am Bahnhof Suderburg wurden laut Polizei keine Menschen verletzt. Die 35 Insassen des Zuges wurden mit Bussen zurück zum Bahnhof Uelzen gebracht.

Um 10.25 Uhr waren die Einsatzkräfte aus Suderburg wieder in ihren Feuerwehrhäusern. Die Kameraden der Suderburger Wehr kehrten zurück – zur Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Ehrenmal in Suderburg, wo die Gemeinde auf sie gewartet hatte.

Von Kai Hasse

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