Feuershow und Lichtermeer

Einen abendlichen Feuerzauber bei geheimnisvoller Didgeridoo-Musik gab es am Ufer des Hardausees.

Hösseringen - Von Christine Kohnke. Trommelwirbel erschallt, Trompeten schmettern, schäumende Lichtfontänen tauchen den nächtlichen Hardausee in ein buntes, leuchtendes Lichtermeer. Mit der Eingangsmelodie von „20th Century Fox“ beginnt die große Abschlussshow für ein Open-air-Pfingstfest am Hardausee, das seinen Besuchern noch lange im Gedächtnis bleiben wird: „Feurige Horizonte“ haben die Organisatoren der Wehren Hösseringen, Räber und Suderburg sowie des Technischen Hilfswerks Uelzen ihr Pfingst-Event genannt – und sie haben damit nicht übertrieben.

Feste wurden ja schon öfters gefeiert am Hardausee, aber ein Ereignis dieser Größenordnung gab es noch nicht. Es war ein Fest, bei dem einfach alles stimmte, angefangen beim Kaiserwetter bis hin zum abendlichen Feuerzauber bei geheimnisvoller Didgeridoo-Musik. Es war ein Familienfest, ein Fest für die ältere Generation und auch eines für die Jugend. Das war gerade das Schöne daran: Nach dem gemeinsamen Gottesdienst mit Pastorin Heike Burkert kamen und gingen – die meisten blieben – die bunt gemischten Gäste: Familien, Trupps junger Leute oder auch Großeltern mit ihren Enkelkindern flanierten um den Hardausee.

Es waren mehrere tausend Besucher, die am Pfingstsonntag gemeinsam feierten. Und für jeden war etwas dabei: Die Kinder freuten sich über das Mitmachkonzert mit Oliver und den wunderlichen Hokuspokus der Zauberhexe: „Drei mal links, drei mal rechts, drei mal in den Wind gespuckt...“, so stimmen sie begeistert an – und schon hext die Hexe einen Zauberstab herbei. Justin Maurice aus Holdenstedt hat derweil einen Luftballon mit seiner Adresse auf die Reise geschickt. „Bestimmt fliegt er ganz weit“, hofft der Neunjährige.

Beate Schädlich ist eigens aus Hermannsburg gekommen. Von der Veranstaltung hat sie aus der AZ erfahren, die sie gerade zur Probe liest. „Und jetzt werde ich auch schon interviewt“, sagt sie und lacht sie.

Marianne Radke aus Hösseringen hat es sich mit Freunden am Kaffeetisch bequem gemacht. „Man trifft Leute, die man sonst selten sieht“, meint sie. „Das ist ein tolles Fest, unsere Erwartungen sind sogar übertroffen.“ Und auch Familie Köhnke aus Hösseringen ist zufrieden: „Die Stimmung ist prima, gut, dass ein solches Fest aus der Taufe gehoben wird.“

Wer zwischendurch eine Abwechslung brauchte, konnte sich vertrauensvoll an „Bauer Hans“ wenden: Der bot Pendelfahrten zwischen Hardausee und Museumsdorf an. Zwischendurch gab es Musik und Tanz, die Sport-Jongleure aus Dreilingen waren dabei und viele andere Darbietungen.

„Ich freue mich, dass unser Fest so eine große Resonanz gefunden hat“, sagt Mitorganisator Alfred Meyer. Und zum Abschluss der Lichterzauber – so ein Fest könnte gerne zur Tradition werden.

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