Suderburger Sozialdemokraten fordern Verlängerung der Beleuchtungszeiten

Erleuchtung für Studenten

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Sicherer Weg nicht nur für junge Studentinnen: Die Straße im Suderbuger Ortskern und insbesondere der Bahnhof sollen bis 1 Uhr beleuchtet sein.

Suderburg. Rund 2 Millionen Euro geben die Studenten in Suderburg pro Jahr aus. Davon profitiert der Ort und deshalb wollen die Vertreter der Sozialdemokraten den Studenten – und nicht nur denen –einen „gewissen Service“ bieten.

SPD-Ratsherr Ulrich Mietzner fordert, dass die Straßenlaternen im Kernbereich, vor allem rund um den Bahnhof, bis 1 Uhr eingeschaltet bleiben. Bisher werden die Lampen um 23 Uhr abgeschaltet.

„Wenn der Bahnhof leuchtet, leuchten auch die Nebenstraßen“, erklärt Rüdiger Lilje, Fachbereichsleiter Bau im Suderburger Rathaus. Und er rechnet: Um den Weg vom Bahnhof bis zur Hochschule in den Abendstunden länger als den übrigen Ort zu beleuchten, ist der Einbau von mehreren Zeitschaltuhren und Sicherungen erforderlich. Macht insgesamt rund 5400 Euro.

Ulrich Mietzner und Jan Lüder betonen allerdings, dass vermehrt Studenten mit dem letzten Zug um 0.30 Uhr Suderburg erreichen. „Gerade junge Studentinnen fühlen sich unwohl im Dunkeln“, unterstreicht Mietzner seine Forderung. Gleichzeitig profitieren Pendler, Gäste und Urlauber von den längeren Beleuchtungszeiten. „Der Gemeinde obliegt die Fürsorgepflicht auch gegenüber den Fußgängern“, erklärt der Suderburger Ratsherr. Und Jan Lüder rechnete die teueren Maßnahmen heraus, so dass am Ende nur drei Straßenzüge leuchten würden, deren Kosten jeweils bei 195 Euro liegen.

Detlef Ginkowski, beratendes Mitglied des Bauausschusses der Gemeinde Suderburg, wies auf einen völlig anderen Aspekt hin: „Die derzeitigen Leuchtmittel sind ab 2013 nicht mehr zu kaufen.“ Karsten Scheerer (CDU) befürchtet, dass sich andere Orte benachteiligt fühlen könnten.

Nichtsdestotrotz soll das Thema nun in den einzelnen politischen Fraktionen beraten werden.

Von Jörn Nolting

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