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Erhalt der alten Schule in Suderburg: Bürgerbegehren ist erfolgreich

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Von: Bernd Schossadowski

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Das Gebäude der alten Schule am Gänsekamp.
Beim Bürgerbegehren ging es um den Erhalt der alten Schule am Gänsekamp in Suderburg. © Bernd Schossadowski

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens zur alten Schule in Suderburg, Dr. Peter Borm und Andreas Paschko, haben einen ersten Erfolg erzielt. Bei der Gemeinde wurden 416 gültige Unterschriften für den Erhalt des Gebäudes eingereicht. Erforderlich waren nur 375. Nun soll am Sonntag, 12. Juni, in Suderburg ein Bürgerentscheid zur alten Schule stattfinden.

Suderburg – 375 gültige Unterschriften waren erforderlich, am Ende sind es sogar 416 geworden. Dr. Peter Borm und Andreas Paschko, die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Erhalt des ehemaligen Schulgebäudes am Gänsekamp in Suderburg, haben einen ersten Erfolg erzielt. Am Montag hat der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Gemeinde das Ergebnis des vor sieben Monaten gestarteten Bürgerbegehrens offiziell festgestellt.

Eigentlich hätten Borm und Paschko sogar noch mehr Unterschriften abgegeben, sagt Holger Scheuermann, zuständiger Fachbereichsleiter in der Suderburger Verwaltung. Doch darunter seien mehr als 90 ungültige Unterschriften gewesen, zum Beispiel, weil Personen auf den eingereichten Listen doppelt unterschrieben hätten, die Unterzeichner nicht in der Gemeinde Suderburg wohnen oder keine EU-Bürger sind.

Im nächsten Schritt wird nun ein Bürgerentscheid eingeleitet, der am Sonntag, 12. Juni, von 8 bis 18 Uhr stattfindet. „Dabei ist die Mehrheit der gültigen Stimmen erforderlich. Außerdem müssen mindestens 20 Prozent der wahlberechtigten Einwohner der Gemeinde Suderburg für den Erhalt der alten Schule stimmen“, erklärt Scheuermann. Das bedeutet, dass am 12. Juni mindestens 761 Stimmen zusammenkommen müssen, damit das 114 Jahre alte Gebäude erhalten bleibt. Bislang besteht noch der mehrheitlich getroffene Beschluss des Suderburger Gemeinderates vom Juni 2021, dass die alte Schule abgerissen werden soll.

Der Bürgerentscheid wird laut Scheuermann „wie eine kleine Kommunalwahl“ sein. Dafür würden Wahlhelfer gesucht und Abstimmungslokale eingerichtet – und zwar diejenigen, die bei der Kommunalwahl 2021 genutzt wurden. „Wir werden auch Briefwahl ermöglichen“, kündigt Scheuermann an. Seine Einschätzung zum Ausgang des geplanten Bürgerentscheids: „Ich halte es durchaus für realistisch, dass die erforderliche Stimmenzahl erreicht werden kann.“

Unterdessen äußert Dr. Peter Borm seine Freude über den Ausgang des Bürgerbegehrens. Es habe sich gelohnt, diesen Weg zu beschreiten. „Es würde mich noch mehr freuen, wenn der Rat seine Entscheidung, die alte Schule abzureißen, rückgängig macht“, sagt er. Dann würde der Bürgerentscheid aus seiner Sicht gar nicht erforderlich. „Er kostet nämlich Geld und bindet Personal in der Verwaltung“, gibt Borm zu bedenken.

Am Donnerstag, 17. März, wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen in Sachen alter Schule diskutieren. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Sporthaus in Hösseringen, Hellbergsweg 11.

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