Fahrzeug der Feuerwehr Dreilingen ist kaputt / Hilfeleistung derzeit nicht möglich

Zum Einsatz im Privat-Pkw

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Ortsbrandmeister Günther Winkelmann mit dem kaputten Tragkraftspritzenfahrzeug. Die Dreilinger Feuerwehr ist dadurch zurzeit nicht einsatzfähig.

Dreilingen. Für die Feuerwehr Dreilingen war es eine dramatische Situation. In der Nacht zum 9. März war sie zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße zwischen Dreilingen und Bahnsen gerufen worden.

Doch die Wehr war gar nicht einsatzfähig, denn der Motor ihres einzigen Fahrzeugs war kaputt. Deshalb war das 28 Jahre alte Gefährt bereits bei der Einsatzleitstelle abgemeldet worden. Wie erst am Dienstagabend im Suderburger Samtgemeinderat bekannt wurde, mussten die Dreilinger daher in jener Nacht mit Privatautos zur Unfallstelle fahren.

Wie berichtet, war ein 46-Jähriger mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde der Mann tödlich verletzt. Die Anfahrt der Dreilinger Feuerwehrleute in Privatfahrzeugen habe die Rettung des Unfallopfers aber nicht verzögert, betont Ortsbrandmeister Günther Winkelmann. Ein Mitglied seiner Wehr habe den 46-Jährigen zusammen mit DRK-Rettungskräften aus dem zerstörten Pkw gezogen. Doch der Mann sei schließlich gestorben.

Über den Tod ist Winkelmann entsetzt. Große Bauchschmerzen bereitet ihm aber auch die Tatsache, dass seine Feuerwehrleute während des Einsatzes ohne entsprechendes Gerät und ohne Eigensicherung arbeiten mussten. „Meine Kameraden standen nachts auf der Straße und konnten nichts absichern. Das war gefährlich und geht überhaupt nicht“, schimpft Winkelmann und wirft der Samtgemeinde vor, sie habe zu spät auf den Defekt des Dreilinger Fahrzeugs reagiert. Die Verwaltung weist diesen Vorwurf jedoch zurück.

Von Bernd Schossadowski

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