Ausschuss empfiehlt Sanierung von Mühlenstraße und Kanal

Einbruch der Fahrbahn in Böddenstedt droht

Im unteren Teil der Mühlenstraße in Böddenstedt sind der Regenwasserkanal und die Fahrbahn sanierungsbedürftig. Für eine Lösung des Problems macht sich der Suderburger Bau- und Wegeausschuss stark.
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Im unteren Teil der Mühlenstraße in Böddenstedt sind der Regenwasserkanal und die Fahrbahn sanierungsbedürftig. Für eine Lösung des Problems macht sich der Suderburger Bau- und Wegeausschuss stark.

Böddenstedt – Zahlreiche undichte Stellen durch Wurzel-einwüchse und Löcher im Beton: Der Regenwasserkanal im unteren Teil der Mühlenstraße in Böddenstedt ist in einem sehr schlechten Zustand. Der jüngste Schadensfall ereignete sich im März.

Daraufhin hat die Gemeinde Suderburg den Kanal und die Straßendecke in einem etwa 50 Meter langen Abschnitt für fast 62 000 Euro saniert. Jetzt hat der Bau- und Wegeausschuss einstimmig empfohlen, eine dauerhafte Lösung für den Kanal zu suchen.

Bei Starkregen gebe es dort Ausspülungen, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Gerd Meyer. Die Kanaluntersuchung habe ergeben, dass weitere Schadensfälle nicht auszuschließen seien. Zudem sei die Tragfähigkeit der Mühlenstraße eingeschränkt. Es müsse verhindert werden, dass Stellen in der Fahrbahn einbrechen, wenn dort schwere Fahrzeuge unterwegs seien. Der obere Teil der Straße sei hingegen noch in einem ordentlichen Zustand.

„Man müsste so schnell wie möglich eine Tonnagebegrenzung anordnen“, forderte Ulrich Mietzner (SPD). Für ein rasches Handeln sprach sich auch Reinhard Dehrmann (WSL) aus. „Da ist Gefahr im Zug“, sagte er und schlug vor, die Mühlenstraße nur noch für den Anliegerverkehr freizugeben und sobald wie möglich den Kanal und die Fahrbahn zu sanieren.

Auch der Böddenstedter Hans-Jürgen Drögemüller (SPD) sah dringenden Handlungsbedarf. Der Regenwasserkanal sei mehr als 70 Jahre alt, die Mühlenstraße wegen Kanalarbeiten schon mehrfach aufgerissen worden. „Der Untergrund ist für diese Straße gar nicht tragfähig“, warnte Drögemüller.

Vor einer politischen Entscheidung müsse es Klarheit über die Baukosten geben, erklärte Ausschussvorsitzender Udo Depner (CDU). „Wir brauchen Untersuchungen, wie die Straße und der Untergrund überhaupt aussehen.“ Auch mögliche gesundheitsgefährdende Belastungen im Asphalt und die Grundwasserstände gelte es zu überprüfen, sagte Depner. Er hofft, dass die Sanierung im Rahmen einer künftigen Dorferneuerung umgesetzt werden könnte.

Der Ausschuss bat die Gemeindeverwaltung, zunächst die Baukosten zu ermitteln. Außerdem kann sich das Gremium vorstellen, dass im unteren Bereich der Mühlenstraße – zwischen dem Hof Schulz (Hausnummer 10) und der Einmündung in die Kreisstraße – eine Tonnagebegrenzung eingeführt wird. Über das zulässige Höchstgewicht der Fahrzeuge wurden aber noch keine Aussagen getroffen.

Es sei wichtig, die Regelungen zur Verkehrssituation mit den Anwohnern zu besprechen, betonte Karsten Scherer (CDU). Die Bürger dürften nicht vor vollendete Tatsache gestellt werden.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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