Bauernrechnung in Suderburg: Ausbau der Kinderbetreuung rückt näher

„Ein tiefer Griff in die Tasche“

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Auf dieser Fläche neben dem Suderburger Kindergarten soll der Anbau errichtet werden. Das war eines von vielen Themen bei der jetzigen Bauernrechnung der Gemeinde.

Suderburg – Für die Suderburger Kommunalpolitiker gab es 2018 ein bestimmendes Thema: die geplante Erweiterung des örtlichen Kindergartens. „Das hat den Gemeinderat im letzten Jahr schwer in Atem gehalten“, sagte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff jetzt während der Bauernrechnung.

Bis zum Sommer 2020 sollen für etwa 1,4 Millionen Euro zusätzliche Kindergarten- und Krippenplätze geschaffen werden.

„Für die Gemeinde ist das ein tiefer Griff in die Tasche“, erklärte Hoff. Doch der Ausbau sei aufgrund der gestiegenen Anmeldezahlen dringend erforderlich. Zunächst soll für rund 635 000 Euro ein 283 Quadratmeter großer Anbau in Holzrahmenbauweise am Kindergarten errichtet werden.

Zudem wird das Jugendzentrum (JuZ) umgebaut und seitlich erweitert. „Es kann auch eine Ausbaureserve im Dachgeschoss geschaffen werden – für eine eventuelle weitere Krippengruppe oder die Rückkehr des JuZ“, sagte Hoff. 231 zusätzliche Quadratmeter würden dann bereitstehen, die Kosten werden auf 795.000 Euro geschätzt. Nach Abschluss aller Arbeiten werden fünf Gruppenräume für den Kindergarten und vier Räume für Krippen zur Verfügung stehen.

Und es gab weitere Themen, die in der Bauernrechnung besprochen wurden:

Jugendzentrum:

Bereits im Sommer 2018 ist eine Kindergartengruppe ins Jugendzentrum eingezogen. Für die Jugendlichen soll daher übergangsweise ein neues Domizil im Schiedsrichterraum des Sportzentrums eingerichtet werden.

Ostfalia-Erweiterung:

Die Gemeindepolitiker haben den Weg für die Erweiterung der Ostfalia-Hochschule geebnet. Dazu wurde ein neuer Bebauungsplan aufgestellt. „Die Ostfalia ist dadurch viel freier“, sagte Hoff. Sie könne nun bestehende Gebäude aufstocken oder weitere errichten. So sind für mehrere Millionen Euro ein neues Fakultätsgebäude an der Straße „In den Twieten“ und ein modernes Forschungsgebäude westlich der Herbert-Meyer-Straße geplant.

Rathaus-Umbau:

Das Sitzungszimmer im Suderburger Rathaus soll im Jahr 2019 umfassend renoviert und mit neuem Mobiliar ausgestattet werden. Geplant ist auch, einen barrierefreien Eingangsbereich im Rathaus zu schaffen.

Bevölkerungszahlen:

Ende 2018 lebten insgesamt 4503 Einwohner in der Gemeinde Suderburg. Das waren 16 mehr als im Jahr zuvor, teilte Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz mit. Die Gemeinde Gerdau zählte 1420 Bürger, die Gemeinde Eimke 836, sodass die Samtgemeinde auf insgesamt 6759 Einwohner kam.

Schülerzahlen:

Deutlich gesunken sind hingegen die Schülerzahlen. Besuchten 2001 noch 144 Kinder die Grundschule Gerdau, waren es im vorigen Jahr nur noch 76. Die Grundschule Suderburg zählte 2001 noch 212 Kinder, 2018 waren es lediglich 123. Ähnlich sieht es bei der Oberschule Suderburg aus, die in der Trägerschaft des Landkreises Uelzen ist. Zwischen 2014 und 2018 sank dort die Zahl der Schüler von 200 auf 156.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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