Verwaltungschef Schulz hört auf

Suderburg erhält Baugebiet westlich der Bahnhofstraße: Ein Jahr des Neubeginns und Abschieds

Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz blickt auf große Investitionen im Jahr 2021 voraus.
+
Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz blickt auf große Investitionen im Jahr 2021 voraus. Er selbst hört zum 31. Oktober auf.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
    schließen

Suderburg – Im trüben Januar-Grau wirkt die Grünfläche zwischen Lerchenweg und Tannrähmsring in Suderburg völlig unscheinbar. Doch das soll sich schon bald ändern.

Dort will die Gemeinde eine der größten Investitionen seit vielen Jahren realisieren: das neue Baugebiet „Westlich der Bahnhofstraße IV“ mit 47 Grundstücken. Diesem Projekt blickt Verwaltungschef Thomas Schulz mit Vorfreude entgegen. Auch im Bereich Hofkoppel in Gerdau wird gerade ein neues Baugebiet erschlossen. Dieses bietet 23 Grundstücke.

Neben dem ehemaligen Schulgebäude am Gänsekamp könnte eine Krippe errichtet werden.

Dorfentwicklung ist „Riesenchance“

Und noch ein weiteres großes Vorhaben zeichnet sich ab: Das Stahlbachtal mit den Orten Bahnsen, Böddenstedt, Hamerstorf, Holxen und Suderburg wurde ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen. „Das ist eine Riesenchance und wird uns 2021 sehr beschäftigen“, erklärt Schulz. Sobald die Corona-Situation es zulässt, sollen dazu die Auftaktveranstaltungen für die Bürger stattfinden. Schulz hofft, dass die fünf Orte an einem Strang ziehen werden. „Man muss das als gemeinschaftliches Projekt zur Stärkung der Region verstehen“, betont er.

Eine wichtige Aufgabe wird auch die Kinderbetreuung in Suderburg sein. Wie berichtet, prüft die Verwaltung derzeit, ob zwischen dem bestehenden Krippengebäude und der einstigen Schule am Gänsekamp ein Neubau für zwei Krippengruppen errichtet werden kann. Notfalls muss dafür zum August 2021 eine Übergangslösung gefunden werden. Mit Spannung erwartet wird auch der Ausgang des Bürgerbegehrens zum Erhalt des alten Schulgebäudes.

Ein weiteres Projekt ist die Umgestaltung des Hardausee-Umfelds bei Hösseringen. Insgesamt 485 000 Euro sind für die Erweiterung des dortigen Kiosks sowie für den Einbau einer Beton-Winkelstütze am Strand vorgesehen. Ob dieser Haushaltsansatz ausreicht, wird die Ausschreibung zeigen. Darüber hinaus wird in diesem Jahr für rund 160 000 Euro ein Mittleres Löschfahrzeug für die Feuerwehr Hösseringen angeschafft.

Selbstentschuldung wurde gemeistert

Das Jahr 2020 wurde auch in der Samtgemeinde Suderburg maßgeblich vom Thema Corona geprägt. „Die Sicherstellung des Verwaltungsablaufs hat uns vor große Herausforderungen gestellt“, gibt Schulz zu. Ähnlich sei es bei der Kinderbetreuung gewesen. „Verwaltung, Politik, Kirche, DRK und die Kommune waren aber ein gutes Team und konnten vieles zur Zufriedenheit der Menschen meistern“, zieht Schulz eine positive Bilanz.

Auf dieser Fläche westlich der Bahnhofstraße in Suderburg soll das neue Baugebiet entstehen.

Erfreulich sei auch, dass die Samtgemeinde und ihre drei Mitgliedsgemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg 2020 die Selbstentschuldung aus eigener Kraft gemeistert haben. „Politisch war es jedoch ein sehr turbulentes Jahr“, erklärt der Verwaltungschef. So hat Suderburgs Gemeindebürgermeister Hans-Hermann Hoff (Grüne) auf eigenen Wunsch alle politischen Ämter abgegeben. Zur neuen Bürgermeisterin wurde Dagmar Hillmer (CDU) gewählt. Überdies haben Dierk Pellnath und Götz Schimmack im Samtgemeinde- und im Gemeinderat eine gemeinsame Gruppe gebildet.

Personelle Änderungen stehen 2021 auch in der Suderburger Verwaltung an. „Eine ganze Spitze orientiert sich hier neu“, sagt Schulz, dessen Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister am 31. Oktober endet. Bei der Kommunalwahl im September wird er nicht wieder antreten. Und Reinald Müller, Leiter des Fachbereichs Organisation, Ordnung und Soziales, geht zum 30. Juni in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Holger Scheuermann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare