Gemeinde Suderburg erwartet für 2018 Haushalts-Überschuss und will Baugebiet erweitern

Dritter Abschnitt schon im Blick

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Im zweiten Abschnitt des Suderburger Baugebietes „Tannrähmsblick“ wird derzeit das erste Haus gebaut. Zehn der 16 Grundstücke sind bereits verkauft. Und es geht weiter: Für den Flächenkauf für einen dritten Abschnitt sind 300. 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

Suderburg. Das hat es schon seit vielen Jahren nicht mehr gegeben: Der Suderburger Haushalt weist für 2018 einen erwarteten Überschuss von fast 178.000 Euro aus. Damit kann die Gemeinde erstmals wieder umfangreicher investieren.

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat jetzt den Etat, der Erträge von 4,06 Millionen Euro und Aufwendungen von 3,88 Millionen Euro vorsieht.

Der Hauptgrund für die verbesserte Finanzlage ist die Tatsache, dass die Grund- und Gewerbesteuer Anfang 2017 angehoben wurden, um in den Erhalt der Infrastruktur investieren zu können (AZ berichtete). Das habe Mehreinnahmen von etwa 200.000 Euro ergeben, berichtete Gemeindedirektor Thomas Schulz. „Der erhoffte finanzielle Handlungsspielraum ist eingetreten“, freute er sich und nannte das Zahlenwerk ein „solides, sparsames Paket“. Trotzdem schiebe die Gemeinde noch immer einen Fehlbetrag von rund 285.000 Euro vor sich her. „Wir sind schon ein ganzes Stück runtergekommen“, sagte Schulz. Es gelte, weiter umsichtig mit den Mitteln umzugehen, um die Selbstentschuldung bis 2021 zu erreichen.

Ratsherr Karsten Scherer (CDU) lobte die geplanten Investitionen. 300.000 Euro sind für den Kauf von Flächen vorgesehen, die als Baugrundstücke im geplanten dritten Abschnitt des Baugebietes „Tannrähmsblick“ angeboten werden sollen. Denn im zweiten Abschnitt, der gerade vermarktet wird, sind bereits zehn von 16 Plätzen verkauft. „Es ist eine richtige Entscheidung, das Baugebiet weiter zu erschließen“, meinte Scherer. „Wir sollten das durch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans vorantreiben.“

Das unterstrich auch Christine Kohnke-Löbert. „Die Erweiterung des Baugebietes bedeutet einen sinnvollen Lückenschluss innerhalb unseres Ortsbildes“, erklärte sie. Auch die geplante Bienenwiese in der Gemeinde sei lobenswert. „Damit können wir einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.“

WSL-Fraktionschef Dierk Pellnath dankte der Verwaltung für „eine solide Haushaltsführung“. Sein Fazit: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich sehe die Gemeinde Suderburg gut aufgestellt.“ Ihm pflichtete SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Mietzner bei: „In die Gestaltung von Kinderspielplätzen wird investiert, für Bebauungspläne wurden 50. 000 Euro eingeplant, für Planungskosten sind 30.000 Euro vorgesehen und viele sonstige Vorhaben sind im Baubereich festgelegt.“

Einzelbewerber Götz Schimmack freute sich, dass im Etat 5400 Euro für die Pflege der Heidefläche am Tannrähm eingeplant sind. Zudem habe die Steuererhöhung der Gemeinde „die nötige Luft“ gebracht. „Wir müssen aber auch daran denken“, so Schimmack, „dass wir das den Bürgern zu verdanken haben.“

Von Bernd Schossadowski

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