Eine schwierige Standortsuche

Diskussion um Stellplatz für Suderburger Bürgerbus dauert an

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So soll der Suderburger Bürgerbus eines Tages aussehen. Strittig ist jedoch, wo der Unterstand für den Bus aufgebaut werden soll.

Suderburg – Noch immer besteht in der Samtgemeinde Suderburg ein erheblicher Diskussionsbedarf beim Thema Bürgerbus. Das wurde jetzt bei der letzten Ratssitzung des Jahres einmal mehr deutlich. Einig war man sich, dass der Bürgerbus kommen soll.

Strittig war jedoch der genaue Standort für den Carport, indem das Fahrzeug untergestellt werden soll.

„Ich halte eine heutige Entscheidung nicht für sinnvoll“, sagte Wilhelm Schröder (CDU), obwohl er grundsätzlich für den Bürgerbus sei. Aber es gebe noch viele offene Fragen, daher könne er zum heutigen Zeitpunkt noch keine Entscheidung treffen. Schröder lud daher die ebenfalls anwesenden Vertreter des Bürgerbusses in seine Fraktion ein, um noch unklare Fragen wie die eines geeigneten Standorts zu klären. „Es geht nicht um den Bus an sich. Das Engagement ist gut“, stellte er klar.

Ulrich Mietzner (SPD) sah keinen Sinn darin, dass nur eine Fraktion mit dem Verein diskutiert. Schließlich betreffe die Standortsuche auch die anderen Ratsmitglieder. Daher stellte Mietzner den Antrag zu einer interfraktionellen Sitzung im Januar, um die offenen Fragen mit allen Entscheidungsträgern zu diskutieren. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Zu der Standortfrage äußerte sich auch Bernd Roggemann, Fahrdienstleiter beim Bürgerbus. So sei die ins Gespräch gebrachte Lage bei der Feuerwehr sehr ungünstig, da hier zu viele Leerfahrten anfallen würden. Denn der Start- und Zielpunkt der Busroute befinde sich beim Marktplatz.

Zudem sei Vandalismus zu befürchten, da der Carport bei der Feuerwehr außer Sichtweite wäre. Der zweite Vereinsvorsitzende Günther Schröder zeigte sich ähnlich kritisch: Man wünsche sich eher einen zentralen Standort, eine Nähe zum Rathaus etwa sei ideal.

Starten solle der Bürgerbus trotz verschobener Stellplatzentscheidung weiterhin Mitte Januar, gibt sich Roggemann auf Nachfrage der AZ optimistisch.

VON DANIEL BIELING

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