Gemeinderat wählt CDU-Politikerin zur Nachfolgerin von Hans-Hermann Hoff

Dagmar Hillmer ist Bürgermeisterin

Hans-Hermann Hoff (rechts), scheidender Bürgermeister der Gemeinde Suderburg, gratulierte seiner Nachfolgerin Dagmar Hillmer zur Wahl. Einen Blumenstrauß überreichte ihr CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Depner.
+
Hans-Hermann Hoff (rechts), scheidender Bürgermeister der Gemeinde Suderburg, gratulierte seiner Nachfolgerin Dagmar Hillmer zur Wahl. Einen Blumenstrauß überreichte ihr CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Depner.

Suderburg – Sie setzt auf Kontinuität und Kooperation. „Es wird sich nicht alles ändern, nur weil jetzt eine Frau Bürgermeisterin ist“, sagte Dagmar Hillmer am Dienstagabend in der Sitzung des Suderburger Rates.

Kurz zuvor war die CDU-Politikerin zur neuen Gemeindebürgermeisterin gewählt worden. Neun Ratsmitglieder stimmten für Hillmer, die die einzige Kandidatin war. Drei votierten gegen sie, daneben gab es drei Enthaltungen.

Hillmer folgt auf Hans-Hermann Hoff (Grüne). Dieser hat sein Amt nach fast neun Jahren abgegeben, um mehr Zeit für seine Familie und Enkelkinder zu haben (AZ berichtete). Von 2001 bis 2006 gehörte Hillmer erstmals dem Gemeinderat an. Es folgten zwei Wahlperioden von 2011 bis heute. „Ich freue mich auf eine gute Ratsarbeit, ich möchte für alle ansprechbar sein“, erklärte sie.

Mit seinem Rückzug als Bürgermeister gab der 70-jährige Hoff auch sein Mandat im Rat ab. Als Nachrücker wurde Werner Warnke (Grüne) verpflichtet. Zuvor hatten sich die Politiker mit Dank und Anerkennung von Hoff, der dem Rat von 1991 bis 2006 und von 2011 bis jetzt angehörte, verabschiedet.

„Dieses Amt hast Du fair, mit Leidenschaft, Souveränität und Achtung dem politischen Gegenüber geführt“, zollte ihm CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Depner großen Respekt. Zwar habe man sich manchmal politisch gestritten, aber „das muss auch so sein“, betonte Depner. Hoff habe sich sehr für den Fremdenverkehr, den Hardausee und das Museumsdorf Hösseringen eingesetzt.

Auch SPD-Fraktionschef Ulrich Mietzner würdigte Hoff. „Es gab nicht immer eine gemeinsame Entscheidung, aber nie persönliche Angriffe, die nachhaltig wirkten“, sagte er. Augenzwinkernd fügte er hinzu: „Ich wünsche Dir viel Erfolg bei den anstehenden Opa-Tätigkeiten.“ Lob äußerte auch Michael Luther (WSL). Für ihn war Hoff „ein fairer und ,straighter‘ Bürgermeister, mit dem die Zusammenarbeit immer hervorragend gelaufen ist“.

Christine Kohnke-Löbert (Grüne) nannte ihren Parteikollegen „einen grünen Vorreiter hier in der Region“. 20 Jahre sei Hoff Einzelkämpfer in den Gremien der Gemeinde gewesen. „Das war sicher nicht einfach.“ Die Ratsarbeit ohne Hoff werde anders sein. „Du wirst uns fehlen mit Deiner manchmal unkonventionellen Art, mit Deinem Geschick, zu vermitteln, wenn Meinungen aufeinander prallen, aber auch mit Deiner Fähigkeit, Kompromisse zu finden, wenn das ganz große Ziel nicht erreicht werden kann“, sagte Kohnke-Löbert.

Sechs Jahre habe man „zusammen für die Gemeinde gekämpft“ und dabei etliche Veranstaltungen gemeinsam besucht, erinnerte sich Gemeindedirektor Thomas Schulz. „Wir waren ein gutes Team.“ Hoff habe Dinge „kritisch hinterfragt, Fragen aufgeworfen, alternative Wege skizziert“ und seine Meinung stets sachlich eingebracht.

Er scheide mit Wehmut aus seinem Amt, verriet Hoff im AZ-Gespräch. „Ein Lebensabschnitt geht zu Ende.“ Doch er blicke mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte zurück. Höhepunkte waren für ihn die Ernennung des damaligen Ostfalia-Präsidenten Wolf-Rüdiger Umbach zum Ehrenbürger Suderburgs, der Abschluss des Zukunftsvertrages mit dem Land zur Entschuldung der Gemeinde und die persönliche Verabschiedung von Soldaten der Hösseringer Patenkompanie zum Einsatz nach Afghanistan, so Hoff. „Und es war schön, zu sehen, dass man als grüner Bürgermeister in Suderburg gut angenommen wurde.“ VON BERND SCHOSSADOWSKI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare