Projekt soll 2018 in der Gemeinde Suderburg starten / Trägerverein wird demnächst gegründet

Bürgerbus nimmt Fahrt auf

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So ähnlich wie dieses Fahrzeugmodell des Unternehmens K-Bus aus dem österreichischen Hornstein könnte der geplante Bürgerbus in der Gemeinde Suderburg aussehen.

Suderburg. Das Bürgerbus-Projekt in der Gemeinde Suderburg nimmt Fahrt auf. Beim jüngsten Workshop zum Thema E-Mobilität beschlossen die Anwesenden, im kommenden Jahr mit dem Bürgerbus zu starten und dazu einen Trägerverein zu gründen.

Wie berichtet, soll ein Elektro-Niederflurbus mit Platz für acht Fahrgäste und den Fahrer angeschafft werden, maßgeblich finanziert durch Fördermittel. „Die Versorgung soll möglichst mit Eigenstrom aus Solarzellen erfolgen, die wir auf einem Gebäude installieren wollen“, sagt Günther Schröder vom Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ der St.-Remigius-Kirchengemeinde. Er ist ebenso wie Suderburgs Bürgermeister Hans-Hermann Hoff einer der Ansprechpartner bei diesem Projekt von Kirche und Rathaus.

Bei dem jetzigen Treffen wurde ein Komitee ernannt, das unter der Federführung von Benno Schermeier die Gründung des Trägervereins vorantreiben soll. Dieser wird möglicherweise schon in der nächsten öffentlichen Workshop-Sitzung ins Leben gerufen, die am Dienstag 7. November, um 17.30 Uhr im Suderburger Pfarrhaus beginnt.

Erfolgreich gestaltet sich auch die Suche nach ehrenamtlichen Fahrern. „15 hatten wir schon vorher zusammen. Sechs weitere haben sich am Abend beim Workshop gemeldet, sodass wir jetzt insgesamt 21 haben“, berichtete Schröder. Weitere interessierte Fahrer können sich bei ihm unter (0 58 26) 15 75 melden.

Günther Schröder

Bei der Linienführung des Busses, der in enger Abstimmung mit dem Betreiber des Regionalbusverkehrs, der Firma Haller, fahren soll, sind die Beteiligten ebenfalls weitergekommen. „Es wird einen Rundkurs geben, der in Hösseringen beginnt, über Räber und Suderburg weitergeht und danach über Bahnsen, Böddenstedt, Hamerstorf und Holxen zurück nach Suderburg führt“, nennt Schröder die ins Auge gefasste Route. In jeder der kleineren Ortschaften soll es mindestens zwei Haltestellen geben, im Kernort Suderburg sogar etwa zehn. Das Komitee werde nun die Strecke abfahren, um die Dauer des Fahrwegs zu ermitteln. Daraus soll dann der Fahrplan gestaltet werden, erklärt Schröder.

Zwei Bürgerinnen aus Bargfeld (Gemeinde Gerdau) setzten sich beim Workshop dafür ein, dass auch ihr Ort vom Bürgerbus angefahren wird. „Wir wollen aber erst mal in der Gemeinde Suderburg anfangen und dort Erfahrungen sammeln“, erläutert Schröder. Im nächsten Schritt kann er sich aber eine Ausweitung der Fahrtroute nach Bargfeld und Dreilingen – und später auch auf weitere Orte in der Samtgemeinde – vorstellen.

Von Bernd Schossadowski

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