Projekt in Suderburg könnte Mitte 2018 starten / Vereinsgründung in zwei Wochen

Bürgerbus kommt ins Rollen

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(Symbolbild)

Suderburg. Vor rund drei Wochen hatte der Workshop für den geplanten Elektro-Bürgerbus in der Gemeinde Suderburg das vorletzte Mal getagt (AZ berichtete).

Seitdem hat das Projekt enorme Fortschritte gemacht, wie Mitorganisator Günther Schröder nach dem jüngsten Workshop in dieser Woche berichtet. „Ich bin ganz baff, was in den letzten Wochen alles passiert ist. Es wurde unheimlich viel geschafft“, sagt Schröder und ist überzeugt: „Das Ganze hat Hand und Fuß. “ Verläuft alles nach Plan, kann der Bürgerbus in der zweiten Jahreshälfte 2018 starten, hofft er.

Inzwischen sind die an dem Projekt beteiligten Personen mit der geplanten Gründung eines Trägervereins ein großes Stück vorangekommen. Am Freitag, 24. November, soll dieser offiziell ins Leben gerufen werden. Ein etwa zehnköpfiges Komitee habe dafür eine Satzung erarbeitet und einem Notar zur Prüfung vorgelegt, schildert Schröder. Er ist als Mitglied der örtlichen St.-Remigius-Kirchengemeinde maßgeblich an dem Vorhaben beteiligt. Auch die politische Gemeinde Suderburg mit Bürgermeister Hans-Hermann Hoff setzt sich für die Einrichtung des Elektrogefährts ein.

Inzwischen haben sich 22 ehrenamtliche Fahrer für den Bürgerbus gemeldet. Auch der Fahrplan, die Haltestellen und der Zeittakt sind schon in groben Zügen erarbeitet worden. Insgesamt vier Routen schweben den Verantwortlichen vor. „Jeweils eine am Vormittag und eine am Nachmittag, mit einer zweistündigen Pause dazwischen“, erläutert Schröder. Start und Zielpunkt der Rundtouren soll der Marktplatz an der Bahnhofstraße in Suderburg sein. Eine der Schleifen soll von dort über Hösseringen und Räber führen. Die zweite Route ist über Bahnsen und Böddenstedt vorgesehen, die dritte über Hamerstorf und Holxen, die vierte soll zur Siedlung Wolfskuhle führen.

Zudem steht fest, dass ein Kleinbus mit Plätzen für acht Fahrgäste und den Fahrer angeschafft werden soll. Dieser soll in einen Niederflurbus mit behindertengerechter Einstiegsrampe umgebaut werden. Auf das Fahrzeugmodell haben sich die Verantwortlichen aber noch nicht verständigt. Dazu wird das an dem Projekt beteiligte INEP-Institut aus Oldenburg nun verschiedene Herstellerfirmen anfragen. „INEP schätzt, dass ein solcher Elektrobus etwa 140 000 Euro kosten wird“, erklärt Schröder.

Theoretisch könnte das Vorhaben mit 75 Prozent aus EU-Geldern gefördert werden. Die restliche Summe müsste der Trägerverein aus eigenen Mitteln und weiteren Zuschusstöpfen finanzieren. „Und dann müssen wir noch eine geeignete Dachfläche für die Photovoltaik-Anlage finden, die den Strom für den Bürgerbus erzeugt“, blickt Schröder noch weiter voraus.

Von Bernd Schossadowski

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