Ein nasses Vergnügen

Brühtrograllye in Bohlsen lockt 21 Teams und viele Zuschauer an die Gerdau

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Schon das Zuwasserlassen eines Brühtrogs in die Gerdau stellt sich als eine sehr nasse Angelegenheit heraus. 

Bohlsen – Wer hier oben im Brühtrog sitzt, weiß, dass die Trockenzeit vorbei ist und er die nächsten Stunden vom nassen Element umgeben ist. Langsam geht der Hänger nach oben und entwickelt sich zur Rampe, über der der Brühtrog im rasanten Tempo in die Gerdau schnellt.

Einen perfekten Stapellauf legt kaum ein Team hin. Die erste Kaltdusche ist gewiss und manch eines dieser alten bäuerlichen Gerätschaften geht gleich auf Tauchstation.

An den Stationen auf der Strecke zwischen Bohlsen und Hansen müssen Aufgaben erfüllt werden.

Die 51. Brühtrograllye von Bohlsen nach Hansen bot nicht nur den Akteuren, sondern auch den Zuschauern auf den Brücken und am Uferrand wieder einmal viel Spaß, Freude und Abwechslung. 21 Teams stellten sich den Anforderungen, hatten ihre Brühtroge weitestgehend durch Wässern auf Vordermann gebracht und die Planken dichtgemacht, hatten die vorgeschriebenen Signalhörner, Stöcke, Bordapotheken und Schöpfutensilien an Bord und mussten sich nach dem Zuwasserlassen einer „strengen“ TÜV-Kontrolle unterziehen.

Für einen Schluck aus der Bordapotheke waren die Kontrolleure auch bereit, einen als Frau verkleideten Mann als „Mixed-Team“ auf die Strecke zu lassen, denn auch das gehört zu den Vorschriften: ein Team besteht eigentlich aus Männlein und Weiblein.

Um den Brühtrog über Wasser zu halten, muss ständig geschöpft werden.

Und die hatten nicht nur mit dem Niedrigwasser der Gerdau zu kämpfen. „Wir stecken hier fest“, war denn schon mal zu hören wie auch die Antwort vom trockenen Ufer: „Aussteigen und schieben!“ Immer wieder ging es ran ans Ufer. An diversen Stationen waren Aufgaben zu bewältigen wie Wassertransport auf dem Feuerwehrhelm, Ballwerfen in Tonnen oder angesaugte Erbsen über eine bestimmte Strecke zu bringen.

Dann aber der Höhepunkt. Mitten über dem Heidefluss hing ein Treckerreifen. Nicht ganz ohne Grund, wartete hier doch für alle der absolute Härtetest. Wer weiterkommen wollte, musste vom Trog aus zum gefürchteten „Tigersprung“ ansetzen. Für manch ein Team blieb es beim Ansatz, andere hingegen ließen eine gewisse Eleganz beim Durchklettern erkennen.

Erstmals hatte die seit März wieder aktive Landjugendgruppe Gerdau-Eimke die von ihren Vorgängern vor mehr als fünf Jahrzehnten ins Leben gerufene Paddeltour organisiert, nachdem sich zwischenzeitlich die Kreislandjugend verantwortlich zeigte.

Sieger wurde das Team „LenaChrist“ mit Lena Kaupke und Christian Heintges vor den „Schüffelz“ mit Lisa Schulz und Frederik Püffel und „Rogg it“ mit Carolin Grandjot und Michel Tiede.

VON ULRICH BLEUEL

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