Neues Bauwerk in den nächsten zehn Jahren „unumgänglich“ / Kosten hat die Stadt Uelzen zu tragen

Brücke über die Gerdau steht unter Beobachtung

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Pkws dürfen ohne Einschränkungen die Gerdaubrücke überqueren. Lkws mit einem Gewicht von mehr als 20 Tonnen dürfen sie nur noch einzeln befahren. Außerdem haben die Lastwagen mindestens einen Abstand von 20 Meter einzuhalten.

Uelzen. Die Brücke über die Gerdau am Ortseingang von Holdenstedt wird derzeit alle zwei Monate durch ein Ingenieurbüro auf mögliche Risse und Setzungen überprüft und steht damit unter Beobachtung.

Im Sommer 2012 war das Bauwerk, wie auch die Brücke über die Hardau, für einen Zeitraum von rund sechs Wochen für den Lastenverkehr komplett gesperrt worden. Im Zusammenhang mit einer auszuweisenden Umleitung hatte eine Überprüfung der Tragfähigkeit der Bauwerke stattgefunden, mit einem ernüchternden Ergebnis, wie sich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Heuer erinnert.

Erst im Ringen mit Experten und Stadt sei es gelungen, so Heuer, die Brücken für den Lkw-Verkehr wieder freizugeben – wenngleich mit Einschränkungen. Über die Gerdaubrücke dürfen seitdem Lkws mit mehr als 20 Tonnen Gewicht nur noch einzeln fahren, zudem haben Lkws einen Abstand von mindestens 20 Meter zueinander einzuhalten. Mit den dazu aufgestellten Schildern ist es jedoch nicht getan, wie nun die Stadt gegenüber der AZ erklärt. Durch die Kontrolle wisse man, dass die Brücke den Belastungen derzeit noch standhalte. Es gebe keine Risse oder Setzungen, so Stadtsprecherin Ute Krüger. Ungeachtet der Ergebnisse sei jedoch ein Bodengutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Brücke auf einem nicht tragfähigen Baugrund stünde. Und: Die Brückenträger befinden sich an der Grenze der Tragfähigkeit. Unterm Strich: „Ein Neubau in den kommenden zehn Jahren ist unumgänglich“, so Krüger. Eine Sanierung ist auch bei der Hardaubrücke ausgeschlossen, informiert die Stadt. Sie müsste nach den jetzigen Belastungen spätestens in 20 Jahren neu gebaut werden. Weil die Ortsdurchfahrt zur Gemeindestraße heruntergestuft worden sei, habe die Stadt für beide Neubaten die Kosten zu übernehmen.

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