Bauausschuss der Samtgemeinde Suderburg sieht noch vertragliche Hürden für Fernwärme in Eimke

Biowärme für die Feuerwehr

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Aus der Biogasanlage direkt ins Dorf: Die Fernwärme Eimke GmbH soll künftig das Feuerwehrgerätehaus und den Kindergarten mit Wärme versorgen. Vorher müssen vertragliche Spitzfindigkeiten geregelt werden.

Eimke. Unabhängig vom Öl- und Gaspreis will die Samtgemeinde Suderburg den Kindergarten und das Feuerwehrgerätehaus in Eimke beheizen. Beide Häuser befinden sich im Besitz der Gemeinde Eimke, werden aber von der Samtgemeinde betrieben.

Der Bauausschuss der Samtgemeinde sollte am Mittwoch eine Empfehlung abgeben, ob schon mal das Feuerwehrgerätehaus an das Fernwärmenetz der Eimker Biogasanlage angeschlossen werden soll. Doch diese Empfehlung blieb vorerst unausgesprochen.

Das Blockheizkraftwerk, in dem die Wärme aus dem Biogas gewonnen wird, befindet sich an der Eimker Brennerei, von dort aus müsste die Fernwärme Eimke GmbH Leitungen in die beiden Gebäude verlegen. Der kontinuierliche Wärmebezug ist durch Bereithaltung von Puffereinrichtungen gewährleistet.

Doch die Politik sah im Vertragswerk noch einige Schwierigkeiten. Der Grund: Bisher gab es noch keinen Kunden der Fernwärme Eimke GmbH, der von Gas auf Biogas umrüsten wollte. Und so orientiert sich der Vertrag am Ölpreis. „Unsere Gebäude haben beide eine Gasheizung“, schildert Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz.

Und so soll die Verwaltung der Samtgemeinde nun die vertraglichen Details lösen. Generell war bei allen Ausschussmitgliedern eine positive Tendenz hin zum Biogas erkennbar.

Bisherige Berechnungen seitens der Samtgemeinde zeigen dann auch auf, dass die Kommune kostengünstiger fährt – vorausgesetzt, dass sich die Kosten am Gaspreis orientieren. Die Kosten für den Anschluss des Gebäudes an das Wärmenetz würden sich auf etwa 800 Euro belaufen. Der Wärmeliefervertrag sieht eine Gesamtlaufzeit von 20 Jahren vor. Außer der Kostenersparnis für die Samtgemeinde käme hinzu, dass mit dem Anschluss auch sämtliche laufenden Kosten für Instandsetzung, Wartung, Messung sowie Schornsteinfegerkosten entfallen würden. Neben den Gesprächen rund um den Vertrag wird sich die Suderburger Samtgemeindeverwaltung auch mit der Gemeinde Eimke zu diesem Thema in Kontakt setzen.

Die politischen Fraktionen wollten noch keine Empfehlung abgeben, sondern das Thema jeweils in der eigenen Partei beraten.

Von Jörn Nolting

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