Ein beruhigendes Gespräch

Die drei Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Suderburg – Suderburg, Gerdau und Eimke – rücken wieder näher zusammen. In einer Gesprächsrunde der drei Bürgermeister herrschte Einigkeit. Foto: Mahler

Suderburg/Gerdau/Eimke. Die Auseinandersetzung um die Einheitsgemeinde Suderburg hat nach Ansicht des CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer der Samtgemeinde Suderburg nicht gut getan. „Es wurden unnötige Gräben gezogen und die Sacharbeit hat deutlich gelitten“, sagt Hillmer.

Das Ansinnen, eine Einheitsgemeinde zu bilden, setzt Selbstauflösungsbeschlüsse aller drei Mitgliedsgemeinden voraus. Dies sei nicht erreichbar und aus Sicht der kleineren Gemeinden auch unzumutbar, weil sie ihre Souveränität verlieren ohne von einer Entschuldung zu profitieren, so Hillmer. Ebenso unerreichbar sei aus seiner Sicht das Ansinnen, aus der Samtgemeinde Suderburg auszuscheiden, weil die Gemeinde Suderburg alleine keine überlebensfähige Verwaltungseinheit wäre und sich auch keine Bereitschaft abzeichnet, einer anderen Verwaltungseinheit beizutreten. Das Grundzentrum Suderburg braucht gerade bei zurückgehenden Einwohnerzahlen Gerdau und Eimke, um seine Versorgungs- und Dienstleistungsfunktionen aufrecht zu erhalten.

Nachdem der Landtagsabgeordnete im Sommer vergangenen Jahres der Samtgemeinde Anja Penk von der Regierungsvertretung in Lüneburg als mögliche Moderatorin einer Einigung vorgestellt hatte, unternahm er nun einen erneuten Versuch ohne Beteiligung der Samtgemeinde. Er lud die drei Gemeindebürgermeister Christel Beplate-Haarstrich, Otto Schröder und Dirk-Walter Amtsfeld zu einem Gespräch ein. In dessen Verlauf offenbarte sich lau Hillmer ein erstaunlich hohes Mass an gemeinsamen Interessen. Die Gemeinden Suderburg, Gerdau und Eimke möchten wieder zu einem gedeihlichen Miteinander zurückkehren, das von 1972 bis 2006 selbstverständlich war.

Die Gemeinde Suderburg habe kein Interesse, Gerdau und Eimke zu übernehmen und umgekehrt bestehen auch keine Begehrlichkeiten. Die Bürgermeister respektieren die Souveränität und Eigenständigkeit der Nachbargemeinden. Auch die Notwendigkeit der Samtgemeinde wurde nicht in Frage gestellt. Gemeinsam forderten die drei Bürgermeister die Samtgemeinde Suderburg auf, die Scharmützel einzustellen und von der Einheitsgemeindediskussion zu einer den Bürgern dienlichen Sacharbeit zurückzukehren.

Von Jörn Nolting

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