„Viele Fahrer werden abkürzen“

B 4-Baustelle: Samtgemeinde Aue rechnet mit Schäden durch Ausweichverkehr

Wenn die B 4 zwischen Suderburger Kreisel und Breitenhees ab Montag gesperrt ist, rechnet Alexander Kahlert, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Aue, mit Straßenschäden durch Auto- und Schwerlastverkehr, der nicht der offiziellen Umleitung folgt.
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Wenn die B 4 zwischen Suderburger Kreisel und Breitenhees ab Montag gesperrt ist, rechnet Alexander Kahlert, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Aue, mit Straßenschäden durch Auto- und Schwerlastverkehr, der nicht der offiziellen Umleitung folgt.

Nienwohlde/Bokel – Wenn am Montag die B 4 zwischen Suderburger Kreisel und Breitenhees aufgrund der Fahrbahnsanierung gesperrt wird, rechnet Alexander Kahlert mit dem Schlimmsten.

„Sie fahren uns alles in Schutt und Asche“, sagt er mit Blick auf die Gemeindeverbindungswege, die voraussichtlich als Abkürzung von Autofahrern und auch vom Schwerlastverkehr genutzt werden.

Er glaubt, dass die Verkehrsteilnehmer ihrem Navigationsgerät und damit der kürzesten Strecke folgen werden – und nicht der offiziellen Umleitung. Diese verläuft aus Richtung Lüneburg kommend über die Landesstraße 270 nach Bad Bodenteich, über die Kreisstraße 58 nach Häcklingen zur Landesstraße 265 nach Behren. In Gegenrichtung wird der Verkehr über Behren nach Bad Bodenteich und von dort nach Uelzen weitergeleitet.

„Viele Fahrer werden vermutlich über Stadensen, Kallenbrock und Nienwohlde abkürzen. Das ist meine Hauptsorge“, sagt Kahlert. Von Niehnwohlde aus komme man dann über einen Gemeindeverbindungsweg nach Bokel und von dort auf die B 4. Sorge bereite ihm vor allem die schmale Straße von Kallenbrock in Richtung Nienwohlde. „Einem 40-Tonner möchte man da nicht begegnen“, sagt Kahlert. Auch andere Gemeindeverbindungswege werden wohl betroffen sein. Dazu zählt die Straße von Häcklingen über Kuckstorf nach Wieren. Außerdem befürchtet der Bauamtsleiter, dass Verkehrsteilnehmer bis nach Breitenhees fahren und von dort den Gemeindeverbindungsweg nach Stadensen nehmen.

Doch Vorschläge zu Gewichtsbeschränkungen und Sperrungen von einzelnen Abschnitten vonseiten der Samtgemeinde Aue hat die Landesstraßenbaubehörde laut Kahlert abgelehnt. „Da fühle ich mich gefoppt und einfach nicht ernst genommen.“, sagt er. Denn die Samtgemeinde habe ein berechtigtes Interesse, Schäden an ihren Straßen zu vermeiden und nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Laut Sprakensehls Bürgermeisterin Christiane Fromhagen werden – unabhängig von den Bauarbeiten – an diesem Wochenende ohnehin die Seitenränder an der Verbindung Nienwohlde-Bokel saniert. Mit der Sperrung der B 4 ab Montag erwartet auch sie, dass dann noch mehr Autos zwischen Bokel und Nienwohlde unterwegs sein werden. Insgesamt sei es derzeit eine schwierige Situation. Daher appelliert sie auch an die Verkehrsteilnehmer, sich an die offiziellen Umleitungen zu halten. Die anderen Strecken seien für solch einen Verkehr nicht ausgelegt. VON LARS LOHMANN UND PAUL GERLACH

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