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25 Kita-Plätze in Böddenstedt

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Von: Bernd Schossadowski

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Dorfgemeinschaftshaus in Böddenstedt
Im Dorfgemeinschaftshaus in Böddenstedt sollen zum 1. August 2023 neue Kita-Plätze entstehen. © Schossadowski, Bernd

 Im Dorfgemeinschaftshaus Böddenstedt soll zum August 2023 eine Ganztagsgruppe mit 25 Kindergartenplätzen eingerichtet werden. Das hat jetzt der Jugend- und Sozialausschuss der Samtgemeinde Suderburg empfohlen.

Böddenstedt – Zuletzt waren die Kindergärten in der Samtgemeinde Suderburg meist voll ausgelastet. Familien mit Kindern, die im Laufe eines Jahres zuzogen, konnte deshalb kein Betreuungsplatz angeboten werden. Um die Situation zu entspannen, hat der Jugend- und Sportausschuss der Samtgemeinde jetzt empfohlen, zum 1. August 2023 eine Ganztagsgruppe mit 25 Kindergartenplätzen im Dorfgemeinschaftshaus Böddenstedt neu zu schaffen. Darüber müssen aber noch der Samtgemeinderat und die politischen Gremien der Gemeinde Suderburg entscheiden.

„Man kann dort relativ kostengünstig eine neue Gruppe einrichten“, erklärte Fachbereichsleiter Holger Scheuermann dem Ausschuss. Die Verwaltung habe die Idee der Böddenstedter Dorfgemeinschaft vorgestellt und sei dort auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen. Die Mehrkosten der Samtgemeinde für die 25er-Gruppe bezifferte Scheuermann auf rund 55 000 Euro. Im Gegenzug soll die aktuelle Zehnergruppe im Kindergarten Suderburg zum Sommer 2023 aufgelöst werden. Unterm Strich würden somit 15 zusätzliche Plätze geschaffen.

Scheuermann legte dem Ausschuss jetzt aktuelle Zahlen vor. Voraussichtlich 45 Kinder werden im März 2023 die Suderburger Krippe besuchen. 22 von ihnen werden im Sommer in die Kita wechseln, sodass 23 Krippenkinder übrig bleiben.

Im Suderburger Kindergarten werden im März 2023 insgesamt 127 Plätze belegt sein. Für den Sommer werden 56 Abgänge in die Grundschule erwartet – somit verbleiben 71 Mädchen und Jungen im Kindergarten. In der Kita Gerdau sei ab Sommer 2023 sogar eine Überbelegung möglich, sagte Scheuermann. Die geplante Gruppe in Böddenstedt sei daher auch eine Alternative für Gerdauer Kinder. Die im kommenden Sommer freien Krippen- und Kindergartenplätze in Suderburg bieten sich laut Scheuermann als Reserve für Neuanmeldungen und Zuzüge an.

Jörg Hillmer (CDU) bezweifelte jedoch die Notwendigkeit einer 25er-Gruppe in Böddenstedt. „Wir haben noch einen Puffer in Suderburg. Es braucht ein bisschen Fantasie, um sich vorzustellen, wo noch so viele Zuzüge herkommen sollen außer aus der Krippe“, meinte er. Es sei möglich, dass weitere Kinder einen Betreuungsplatz benötigen, weil Tagesmütter aufhören, hieß es im Ausschuss, „Und es kann sein, dass Kinder von ihren Eltern vom Schulbesuch zurückgestellt werden“, gab Suderburgs Grundschulrektorin Maria Lembeck zu bedenken.

Dem pflichtete Heike Nowak, Leiterin der Kita Suderburg, bei. Von den 56 Kindern, die im Sommer 2023 eingeschult werden könnten, seien zwölf zwischen dem 30. Juni und 30. September geboren. Ihre Eltern könnten somit entscheiden, dass sie ein weiteres Jahr im Kindergarten bleiben, erklärte Nowak.

„Wir machen keine Gruppe auf, wenn wir sie nicht brauchen. Es ist ganz schwierig, das jetzt schon zu beziffern“, sagte Samtgemeindebürgermeister Wolf Dietrich Marwede mit Blick auf die ab Sommer 2023 benötigten Kita-Plätze. „Wir müssen aber das Ass im Ärmel haben. Absagen ist einfacher als neu zu planen“, warb er für die neue Kindergartengruppe in Böddenstedt. Dem stimmte der Ausschuss geschlossen zu.

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