Museumsdorf-Leiter Dr. Ulrich Brohm hält Ertüchtigung des Daller Weges für unerlässlich

Ausbau ist „wichtiges Projekt“

+
Für mehr Besucher im Museumsdorf setzt der Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm auf den Ausbau des Daller Weges.

Hösseringen. Um mehr Besucher für das Museumsdorf Hösseringen zu gewinnen, ist nach Auffassung des Leiters Dr. Ulrich Brohm der Ausbau des sogenannten Daller Weges unerlässlich.

Es sei ein „ganz wichtiges Projekt“, sagt Brohm im AZ-Gespräch und bringt damit neuen Schwung in die Diskussion um den Ausbau des bisherigen Rad- und Wanderweges. Das Museumsdorf finde großen Zuspruch aus dem Raum Hannover und Celle, allerdings gebe es für Besucher aus dem Süden keine direkte Verbindung nach Hösseringen, so Brohm weiter. Mit einer gut zu befahrenden Straße, so glaubt Brohm, würden die Besucherzahlen steigen.

Im vergangenen Jahr zählte das Museumsdorf 29 614 Besucher, ein leichter Anstieg von 239 Gästen gegenüber 2012. Die Zahlen seien jedoch wenig aussaussaussagekräftig, meint Brohm. Denn während des Neubaus der Ortsdurchfahrt von Suderburg habe das Museumsdorf mit einem Besuchereinbruch zu kämpfen gehabt. 2011 seien rund 32 000 Besucher gezählt worden, dort wolle das Museum wieder hin und die Zahl auch noch steigern, um mehr Einnahmen zu erzielen.

Dr. Ulrich Brohm

Unter dieser Prämisse war im vergangenen Jahr auch aus den Reihen der Politik der Vorschlag zum Ausbau des Daller Weges gekommen. Die beiden großen Fraktionen im Kreistag, CDU und SPD, hatten in einem gemeinsamen Antrag die Landkreisverwaltung gebeten, den Ausbau zu prüfen. Seit vielen Jahren komme es im Museumsdorf immer wieder zu finanziellen Defiziten, die aus dem Kreishaushalt auszugleichen seien, erklärten die Fraktionen. Durch bessere Zufahrtsmöglichkeiten würde das Museumsdorf bei den Gästezahlen profitieren und damit auch der Landkreis in finanzieller Hinsicht.

Bei den Umweltverbänden sorgten die Pläne für einen Ausbau für Unmut. Bei dem Weg handelt es sich um eine bislang unbefestigte Verbindung von Hösseringen in Richtung Unterlüß. Durch eine Befestigung mit einem zu erwartenden Autoverkehr befürchtet beispielsweise die Kreisgruppe des NABU Auswirkungen auf die Tierwelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare