Bürgergespräch der SPD Suderburg: Bewohner des Tannenmoors fordern Versetzen des Ortsschildes

Suderburg: Anlieger machen mobil gegen Lärm

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Viele Autos fahren mit hoher Geschwindigkeit auf der K 9 nach Suderburg hinein. Der Verkehrslärm stört Anwohner der angrenzenden Straße „Am Tannenmoor“. Sie fordern nun, das Ortsschild um etwa 150 Meter in Richtung B 4 zu versetzen.

Suderburg. Die Anwohner der Straße „Am Tannenmoor“ in Suderburg machen mobil. Sie fordern, das Ortsschild auf der parallel dazu verlaufenden Kreisstraße 9 in Richtung B 4-Kreisel zu versetzen, um den Geräuschpegel der in den Ort fahrenden Autos zu verringern.

Dieses Thema brachte Anwohner Werner Warnke jetzt bei einer Gesprächsrunde mit Bürgern vor, zu der der SPD-Ortsverein Suderburger Land eingeladen hatte. Moderiert wurde der Abend von Beisitzerin Birgit Pichan.

Dabei übergab Warnke eine Liste mit den Unterschriften von 17 Bewohnern des Tannenmoors an den Ortsvereins-Vorsitzenden Wolfgang Hahnemann. Darin sprechen sich die Bürger dafür aus, das Ortsschild von seinem jetzigen Standort um etwa 150 Meter zu versetzen – bis vor das erste Haus am Tannenmoor 34. „Die Leute fahren teilweise mit Tempo 130 oder 140 bis kurz vors Ortsschild“, klagte Warnke über eine hohe Lärmbelastung für die Anwohner, deren Grundstücke direkt an die K 9 angrenzen. Vor einigen Jahren sei das Schild bereits um wenige Meter in Richtung B 4 gerückt worden, „das hat aber überhaupt nichts gebracht“, monierte er.

Das war jedoch nicht das einzige Anliegen, das bei der Gesprächsrunde der SPD vorgebracht wurde. Weitere Themen, die den Bürgern auf den Nägeln brennen, im Überblick:

• Wirtschaftswege: Der Suderburger Ratsherr Jan Lüder (SPD) bemängelte, dass zahlreiche Wirtschaftswege in der Samtgemeinde in einem schlechten Zustand seien. „Es ist ein Ärgernis, dass sie von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ständig kaputt gefahren werden“, sagte er. Die Landwirte sollten sich deshalb finanziell an der Sanierung der Wege beteiligen, schlug er vor.

• Kaputte Laternen: In Dreilingen gebe es viele alte Laternen, die häufig nicht funktionierten, schilderte ein Anwohner. Nachts seien ganze Straßenzüge im Ort dunkel. Das sei vor allem für ältere Menschen gefährlich.

• Spielplatz Kiefernweg: Über Wildwuchs auf dem Spielplatz Kiefernweg in Suderburg berichtete Christian Briese. Zwar sei die Fläche im Herbst gemäht worden, zuvor habe sie aber völlig verwildert ausgesehen. Die Gemeinde möge sich um eine bessere Pflege kümmern, bat Briese.

•  Straßenschäden: Die Mühlenstraße in Böddenstedt müsse dringend saniert werden, forderte Ratsherr Hans-Jürgen Drögemüller. Marode sei auch die Alte Dorfstraße in Dreilingen, kritisierte ein Einwohner des Ortes.

•  Einheitsgemeinde: Zur Gründung der Einheitsgemeinde Suderburg – und damit zur Fusion der Gemeinden Suderburg, Gerdau und Eimke – rief Ratsherr Ulrich Mietzner auf. „Es verursacht hohe Kosten, dass wir so viele Gremien haben“, erklärte er.

Wie geht es nun weiter? Der SPD-Ortsverein werde über die Vorschläge und Wünsche der Bürger diskutieren, kündigte Birgit Pichan an. Denkbar seien zum Beispiel Podiumsdiskussionen zu bestimmten Themen.

Von Bernd Schossadowski

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