Aktuelles Brandschutz-Konzept der Samtgemeinde Suderburg liegt vor / Gute Personalstärke der Wehren

Acht neue Fahrzeuge bis 2025

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Die Feuerwehren der Samtgemeinde Suderburg, hier beim Löschen eines Maishäckslers auf einem Feld bei Böddenstedt im Mai 2016, sind derzeit personell auf einem guten Stand. Das berichtet Gemeindebrandmeister Reimund Mentzel.

Suderburg. Die 14 Feuerwehren in der Samtgemeinde Suderburg sind personell gut aufgestellt, Zusammenlegungen sind daher nicht erforderlich. Außerdem sind in den nächsten Jahren mehrere Anschaffungen neuer Feuerwehrfahrzeuge geplant.

Reimund Mentzel

Das sind die Kernaussagen des aktuellen Brandschutz-Konzepts für die Samtgemeinde, das Gemeindebrandmeister Reimund Mentzel jetzt im Feuerschutzausschuss vorstellte. Das Konzept war 2010 letztmalig fortgeschrieben worden. Nun hat Mentzel es gemeinsam mit seinem Kommando überarbeitet.

Und das sind die wichtigsten Punkte:

Personal: „Die Mannschaftsstärke in den 14 Wehren ist überall gut bis hervorragend“, sagt Mentzel im AZ-Gespräch. Auch Ortswehren mit Grundausstattung, die eine Mindeststärke von nur 22 Einsatzkräften nachweisen müssen, hätten zum Teil doppelt so viele. So habe Böddenstedt 43 aktive Mitglieder, Bohlsen 46 und Hösseringen 48, erklärt Reinald Müller, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Samtgemeinde Suderburg.

Fahrzeuge: Das Investitionsprogramm sieht ein neues Kleinlöschfahrzeug mit 4,75-Tonnen-Fahrgestell und 500-Liter-Wassertank für die Dreilinger Wehr vor. Ursprünglich war die Anschaffung erst für 2020 geplant, doch wegen der Probleme mit dem Motor des Altfahrzeugs (AZ berichtete) soll sie vorgezogen werden. Der Feuerschutzausschuss empfahl, bereits 2018 die Beschaffung des Kleinlöschfahrzeugs zu beschließen und dafür 70 000 Euro in den Nachtrags-Etat einzustellen. „Im Gespräch ist ein gebrauchtes Fahrgestell, aber mit neuem Aufbau“, berichtet Müller.

Bereits vor einiger Zeit beschlossen wurde zudem die Anschaffung eines Kleinlöschfahrzeugs für die Feuerwehr Räber. Weitere Investitionen sind in den Folgejahren vorgesehen: ein neues Löschgruppenfahrzeug für die Hösseringer Wehr (2019), ein Tragkraftspritzenfahrzeug für Wichtenbeck (2021), ein Mannschaftstransportwagen für Gerdau, (2022), ein Tragkraftspritzenfahrzeug für Bargfeld (2023), ein Einsatzleitwagen für die Samtgemeindewehr (2024) und ein Mannschaftstransportwagen für Eimke (2025). „Das ist aber nur eine Empfehlung und kein verbindliches Programm. Je nach Zustand der Fahrzeuge könnte sich das ändern“, betont Müller.

Weitere Ausrüstung: Für die Wehren werden 34 Systemtrenner angeschafft, die den Rückfluss des Löschwassers von der Pumpe zum Hydranten verhindern. 17 wurden bereits ausgeliefert, die restlichen sollen noch in diesem Jahr folgen, erklärt Müller. Zudem sollen, verteilt auf 2019 bis 2022, Mittel für die Umrüstung des Einsatzstellenfunks von Analog- auf Digitaltechnik eingestellt werden. Eine Herausforderung stellen die Einsätze bei Unfällen von Elektroautos dar. „Hier muss man sehen, welche Zusatzausrüstung die Feuerwehren dafür brauchen“, erklärt Mentzel.

Gerätehäuser: Neubauten oder Sanierungen von Gerätehäusern seien derzeit nicht erforderlich, sagt der Gemeindebrandmeister. „Hier hat die Samtgemeinde schon vor Jahren immer wieder investiert.“ Zuletzt wurde in Bahnsen ein neues Tor installiert. Alle Häuser seien auf einem guten Stand, es müssten nur Kleinigkeiten verändert werden.

Von Bernd Schossadowski

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