Nach Schafsriss: Tierhalter wollen handeln

Abschuss von Wölfen bei Suderburg geplant

Zwei hochtragende Mutterschafe wurden in der Nacht zum Donnerstag bei Suderburg gerissen.
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Zwei hochtragende Mutterschafe wurden in der Nacht zum Donnerstag bei Suderburg gerissen.

Suderburg/Bahnsen – „Wenn es nicht anders geht, dann wird geschossen“, sagt Reinhard Dehrmann. Der Landwirt aus Bahnsen will gemeinsam mit anderen Weidetierhaltern konsequent gegen Wölfe in der Region vorgehen.

Nachdem die Politik den Abschuss der Raubtiere erleichtert hat, will Dehrmann notfalls zum Gewehr greifen und Wölfe töten. „Wir werden eine Bürgerwehr gründen“, kündigt er an. Wegen der zunehmenden Risse durch Wölfe hat er die Weidetierhaltung eingestellt. Seine Rinder stehen seitdem im Stall auf seinem Hof.

Und es gibt einen konkreten Anlass: In der Nacht zum Donnerstag haben ein oder mehrere Wölfe auf einem Feld zwischen Suderburg und Bahnsen zwei hochtragende Mutterschafe gerissen. Die Tiere gehörten zur Herde von Schäfer Gerd Jahnke von der Eimker Glockenbergsschäferei. „Ein Schaf wurde mit einem Kehlbiss getötet, das andere halb aufgefressen“, sagt Jahnke, der die Kadaver gestern gegen 8 Uhr entdeckte.

Vor Ort seien Spuren von vier Wölfen gefunden worden. Wolfsberater Theo Grüntjens nahm DNA-Proben von den toten Schafen, die nun untersucht werden. Die Herde war laut Jahnke mit einem 90 Zentimeter hohen Elektrozaun gesichert. Der oder die Wölfe seien darüber gesprungen. Erst vor wenigen Tagen hatten Wölfe mehrere Schafe seines Bruders Karl-Heinz Jahnke bei Hamerstorf gerissen.  bs

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