Samtgemeinderat dankt Thomas Schulz

Abschied in Suderburg: Verwaltungschef erhält Gutschein für Rundflug

Wilhelm Schröder überreicht Thomas Schulz einen Gutschein für einen Rundflug über die Samtgemeinde Suderburg.
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Wilhelm Schröder (links), Vorsitzender der CDU-Fraktion im Suderburger Samtgemeinderat, überreichte Verwaltungschef Thomas Schulz zum Abschied einen Gutschein für einen Rundflug über die Region.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Suderburgs Verwaltungschef Thomas Schulz, der am 31. Oktober in Pension geht, wurde jetzt vom Samtgemeinderat verabschiedet. Schulz zog ein überwiegend positives Fazit seiner siebenjährigen Amtszeit, übte aber auch Kritik. 

Suderburg – Eigentlich ist er ein besonnener Mensch, doch bald geht Thomas Schulz in die Luft. Das ist aber nicht sprichwörtlich, sondern im wahrsten Wortsinn gemeint. Denn der Suderburger Samtgemeindebürgermeister, der am 31. Oktober in den Ruhestand eintritt, erhielt jetzt zu seiner Verabschiedung vom Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Wilhelm Schröder, ein besonderes Geschenk: einen Gutschein für einen Rundflug über die Samtgemeinde, der in Barnsen startet und endet.

Schulz habe nach siebenjähriger Amtszeit „den Abflug gemacht“, spielte Schröder augenzwinkernd auf dessen freiwilligen Verzicht auf eine weitere Amtszeit als Verwaltungschef an. Zusammen mit seiner Ehefrau könne Schulz nun die Schönheiten der Region aus der Luft erleben, erklärte Schröder jetzt im Samtgemeinderat.

Abwasserzweckverband war „beste Entscheidung“

Dabei ließ er die vergangenen sieben Jahre noch einmal Revue passieren. Ein Höhepunkt war für ihn die Gründung des Abwasserzweckverbandes mit der Stadt Uelzen. „Das war die beste Entscheidung, die wir in der Wahlperiode getroffen haben“, sagte Schröder. Als weitere Meilensteine nannte er den Ausbau der Kinderbetreuung, die Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge und die erfolgreiche Selbstentschuldung. „Die Samtgemeinde ist finanziell und personell sehr gut aufgestellt. Wir alle können optimistisch in die Zukunft blicken“, freute sich Schröder.

Dank zollte er Schulz für dessen Arbeit in den vergangenen sieben Jahren Respekt. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass der Verwaltungschef nicht schon mit 57 Jahren in Pension geht, sondern noch eine zweite Amtszeit dranhängt. „Im besten Mannesalter das Schiff zu verlassen“, das könne er nicht verstehen, sagte Schröder.

Auch SPD-Fraktionschef Ulrich Mietzner bedauerte die „viel zu kurze Amtszeit“ von Schulz. „Es waren sieben produktive Jahre, die sehr gut für die Samtgemeinde gelaufen sind.“ In dieser Zeit seien unter anderem neue Baugebiete geschaffen und die Weichen für die Sanierung des Kiosks am Hardausee gestellt worden. Auch Mietzner überreichte Schulz ein Geschenk: einen Essensgutschein für ein Suderburger Restaurant. Ein Dankeschön im Namen der Grünen-Fraktion überbrachte Niels Tümmler: Die Zusammenarbeit mit Schulz sei „immer konstruktiv und entgegenkommend“ gewesen.

Rückblick mit Dankbarkeit, aber auch Kritik

„Das ist ein bewegender Moment in meinem Leben“, so kommentierte Schulz die Lobes- und Dankesworte. Die zurückliegenden sieben Jahre seien „größtenteils positiv gelaufen“, so Schulz. „Es war eine erfahrungsreiche Zeit. Ich habe hier fachlich und menschlich für mein Leben gelernt.“

Das Miteinander sei nicht immer einfach gewesen, trotzdem blicke er mit Dankbarkeit zurück. „Wir haben vieles bewegt und geschafft.“ Als Beispiele nannte er den Glasfaser-Ausbau, die Einführung der Nachmittagsbetreuung in den Schulen sowie die Unterstützung der Kommune für die Erweiterung der Bohlsener Mühle und der Ostfalia-Hochschule.

Doch Schulz legte auch den Finger in die Wunde. Die langwierigen Diskussionen um die Umgestaltung des Hardausee-Umfelds seien „kein Paradebeispiel in der Entscheidungsfindung des Samtgemeinderates“ gewesen, kritisierte er. „Manchmal hätte ich mir mehr Wir-Gefühl zwischen Rat und Verwaltung und zwischen den Mitgliedsgemeinden gewünscht.“ Sein Fazit: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

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