Befragung in der Samtgemeinde Suderburg

106 Eltern wollen Ganztagsschule

Die Mehrheit der teilnehmenden Eltern wünscht sich für die Grundschule in Suderburg (Bild) und für die Grundschule Gerdau ein Ganztagsangebot
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Grundschule Suderburg
  • Lars Lohmann
    vonLars Lohmann
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 Wie viele Eltern in der Samtgemeinde Suderburg wollen ein Ganztagsangebot für ihre Kinder? Diese Frage sollte mit einer Elternbefragung beantwortet werden. Die Ergebnisse stellte Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz jetzt bei einer Ratssitzung vor.

Das Ergebnis: Eine Mehrheit bekundet Interesse an einem Ganztagsangebot in den Grundschulen Gerdau und Suderburg.

Wobei aus Sicht der Verwaltung das Ergebnis mit Vorsicht zu genießen ist. Der Grund: Die Zahl der Rückläufer bei den verteilten Fragebögen war laut Schulz relativ gering in Anbetracht des angeblich so hohen Interesses.

Bei 240 verteilten Fragebögen unter den Eltern der Jahrgänge 1. Oktober 2012 bis 30. September 2016 kamen nur 129 mit einer Antwort zurück an die Verwaltung. Davon erklärten 106, dass sie eine Ganztagsschule nutzen wollen. 77 davon bevorzugen eine offene Ganztagsschule, 18 eine teilgebundene und elf eine vollgebundene. Kritisch sei aus Sicht der Verwaltung die Tendenz von 32 Prozent der Elternschaft für eine offene Ganztagsschule, ohne jegliche Verpflichtung zum Besuch. Das sollte vor dem Hintergrund der erheblichen Investitionen der Samtgemeinde für die Einführung von Ganztagsschulen nicht aus den Augen verloren werden, betonte Schulz.

Trotz allem sei aber auch bei den eingegangenen Antworten eine Tendenz zu Ganztagsschulen erkennbar. Diese werde auch von einer inoffiziellen Elternabfrage im Kindergarten Suderburg bestätigt. Hier hatten von 79 Beteiligten 54 geantwortet. Dabei bekundete eine Mehrheit von 51 Elternpaaren ein Interesse an einem Ganztagsangebot. Davon sprachen sich 35 Personen für eine offene Ganztagsschule aus.

Bereits gestern fanden zudem Gespräche mit der Landesschulbehörde zu den nötigen Schritten zur Einführung einer Ganztagsschule in Suderburg und Gerdau statt. „Anschließend wird der Arbeitskreis informiert und dann geht das Thema wieder in die Gremien“, erklärte Schulz zum weiteren Vorgehen. Ein möglicher Beginn des Ganztagsangebots wäre dann im August 2022.

Kristina Hermann (Grüne) regte an, noch einmal zu versuchen, die Eltern zu erreichen, die nicht geantwortet haben. „So würden wir ein noch besseres Meinungsbild bekommen“, sagte sie. Man könne sich doch nicht mit einer Abfrage von gerade mal 129 Personen zufriedengeben.

Aus Sicht der Verwaltung sei dies nicht nötig und binde unnütz Personal, erklärte Schulz. Außerdem habe man auf unterschiedlichen Kanälen auf die Befragung aufmerksam gemacht. Nur sei eben nicht von allen geantwortet worden.

„Am Ende ist mir das Votum jetzt wichtiger. Jeder hatte die Gelegenheit teilzunehmen. Wir müssen in die Hufe kommen und weiterkommen“, erklärte Stefan Kleuker (CDU).

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