Die Suche nach dem Rastplatz

Südlich von Wittingen suchen die Planer nach einem Platz für eine Tank- und Rastanlage.Karte: Landesbehörde für Straßenbau

bo Wittingen/Ehra. Es sieht so aus, als würden Reisende und Brummi-Fahrer auf der A39 im Gifhorner Nordkreis gut versorgt – wenn die Autobahn denn einmal gebaut ist. Werden derzeitige Überlegungen umgesetzt, dann gibt es im Abschnitt südlich von Wittingen mindestens eine Rastmöglichkeit. Eine zweite ist derzeit allerdings wohl eher im Bereich der Spekulationen anzusiedeln.

Das wahrscheinlichere Projekt könnte eine Tank- und Rastanlage direkt an der Autobahn sein. Die könnte, nach aktuellem Planungsstand, ihren Platz zwischen Wittingen und Knesebeck finden. Der Suchraum der Planer erstreckt sich nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Wolfenbütteler Straßenbaubehörde, Michael Peuke, auf ein Gebiet im Dreieck Knesebeck-Hagen-Eutzen.

In diesem Bereich soll die Autobahn, die hier von Nordwesten kommend in südöstlicher Richtung auf das VW-Prüfgelände zuläuft, die Landesstraße kreuzen. Östlich der Landesstraße liegt der Suchraum.

Dies ist allerdings eine Planung, die bei Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder auf wenig Gegenliebe stößt. "Ich halte das für verfehlt", sagt der Rathauschef, der dem wertvollen Ackerland in dem betreffenden Bereich Priorität gegenüber einer Tank- und Rastanlage einräumt. Zudem bleibe abzuwarten, wo genau die Wittinger Anschlussstelle ihren Platz haben wird, denn auch die bringe einigen Flächenbedarf mit sich.

Mit der zuständigen Behörde seien daher auch zwei andere Alternativen diskutiert worden, sagt Ridder, der Details hierzu vorerst nicht nennen will. Aus seiner Sicht ist der Standort der Autobahntankstelle noch "völlig offen": "Suchraum heißt, wir müssen auch etwas finden, und das sehe ich hier nicht."

Das Thema Rastplatz werde auch in dem städtischen Arbeitskreis zur A39 eine Rolle spielen, der bisher noch nicht getagt hat. Die andere, zweite Rastmöglichkeit könnte ein Autohof sein – ein Rastplatz, für den man die Autobahn über eine Abfahrt verlassen muss. Im Zusammenhang mit einem solchen Projekt wurde schon mal der Ortsname Ehra genannt. Ein solches Vorhaben ist allerdings nicht Bestandteil der Autobahn-Planungen: "Damit haben wir nichts zu tun", sagt Peuke. Soll ein Autohof entstehen, dann müsste ein Investor an eine Kommune herantreten, damit die entsprechende Bauleitplanung auf den Weg gebracht wird. Solches ist in Ehra aber nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters Peter Albrecht bisher nicht geschehen: "Das sind bisher nur Gerüchte. Uns sind keine Planungen bekannt, ich wüsste nicht, dass jemand bei der Gemeinde vorstellig geworden ist." Albrecht räumt ein, dass durch die Infrastruktur des Truppenübungsplatzes "ein gewisses Potenzial" für einen Autohof da wäre. Vorderstes Ziel der Kommune sei es aber, den Übungsplatz zu erhalten.

Erschienen: 06.07.2009: AZ / az / Seite:8

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