Kontroverse Diskussion im Bevenser Stadtrat / Verein soll Fläche selbst pachten

Alle wollen den Hundefreilauf

Hunde spielen miteinander
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Hunde sollen im Bevenser Freilauf ausgelassen toben und mit Artgenossen spielen können. Der Stadtrat hat jetzt klargestellt: Der Verein Hundehelden erhält einen Zuschuss und soll das Gelände selbst pachten.
  • Gerhard Sternitzke
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Es bleibt dabei: Die Stadt Bad Bevensen unterstützt den Verein Hundehelden bei seinem Vorhaben, einen öffentlichen Hundefreilaufplatz einzurichten, mit 5000 Euro.

Bad Bevensen – Das Geld wird ausgezahlt, sobald der Haushalt genehmigt ist, betont Stadtdirektor Martin Feller (Grüne). Der Stadtrat lehnte es am Donnerstag jedoch mit den Stimmen von Grünen und BfB ab, dass die Kommune die Fläche am Sportgelände des BSV Union in den Sandschellen für den Verein anpachtet. Dennoch betonten alle Kommunalpolitiker, dass sie das Vorhaben unterstützen.

Es geht darum, dass der Platz eine Bereicherung für die Stadt ist.

Linda Czerwinski, WBB

Der Verein hatte erklärt, das Risiko einer Pachtung nicht tragen zu können (AZ berichtete). Linda Czerwinski schlug vor, für den Verein tätig zu werden. „Es geht darum, dass der Platz eine Bereicherung für die Stadt ist“, betont die WBB-Ratsfrau. „Während der Brut- und Setzzeit haben die Hundebesitzer dort die Möglichkeit, ihre Hunde frei laufen zu lassen.“ Es geht dabei um eine jährliche Summe von 800 Euro.

Auch die CDU unterstützte den Vorschlag. „Der Verein will den Freilauf nicht nur für seine Eigennutzung, sondern er kann von allen Bürgern genutzt werden und auch von Urlaubern, die nach Bad Bevensen kommen“, stellt Fraktionsvorsitzender Sönke Strampe klar. „Da sehe ich die Stadt in der Pflicht, den Verein zu unterstützen und die Fläche zu pachten.“

Meryem Lale Jaernecke erinnert daran, dass sich der Bauausschuss vor einem Jahr eindeutig für den Hundefreilauf ausgesprochen habe. „Ich bin froh, dass erst mal darüber diskutiert wird“, sagt die SPD-Ratsfrau, die zugleich Vorsitzende der Hundehelden ist. Sie beklagt, dass immer neue Gegenargumente gesucht würden, um das Projekt zu verhindern.

„Ich bin kein Hundeheld, aber eine Hundefreundin. Die ganze Fraktion steht dem Projekt positiv gegenüber“, stellt Grünen-Chefin Katja Schaefer-Andrae klar. „Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Verein großzügig gefördert wird.“ Es sei jedoch umständlich, wenn die Stadt einen Pachtvertrag abschließe und die Fläche dann wiederum unterverpachte. „Das ist auch im Sinne der Gleichbehandlung allen Vereinen gegenüber.“

„Wir sind der Meinung, dass die Pacht in dem jährlichen Zuschuss, den die Stadt an den Verein zahlt, beinhaltet ist“, erklärt Hans-Bernd Kaufmann (BfB). Die Stadt richte dagegen nicht selbst einen Freilauf ein.

Verein Hundehelden wird nächstes Jahr wieder unterstützt

Handelte es sich nun um ein Missverständnis, wie Ratsfrau Linda Czerwinski meint? Sowohl die BfB als auch die Ratsleute Andreas Strehlau (SPD) und eben Linda Czerwinski hatten im vorigen Jahr Anträge gestellt, den Verein zu unterstützen und ihm eine Fläche zur Verfügung zu stellen. Davon, dass die Stadt die Fläche für den Verein pachtet, ging dieser bis vor Kurzem aus. Beschlossen war aber mit dem Haushalt ein Zuschuss. Laut Stadtdirektor Feller wurde der Antrag im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss geändert. Dieser Zuschuss sei zur Einzäunung des Geländes und für die Pacht gedacht.

Beim Verein war die Sorge groß, dass er den Zuschuss nicht sicher einplanen könne. Hier beruhigt Stadtdirektor Feller: „Es war klar, dass der Betrag von 800 Euro nächstes Jahr wieder in den Haushalt eingestellt wird.“

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