488 Stimmen gegen die Autobahn

jn Brome. Einige hundert Gramm schwer war der Batzen Papier, den die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Keine A39 im Bromer Land" gestern Vormittag im Bromer Rathaus an die Erste Samtgemeinderätin Kerstin Randhahn überreichten. 357 Einzeleinwendungen und 131 Unterschriften für eine Sammeleinwendung (insgesamt also 488 Bürgerstimmen) verdeutlichen den Protest gegen den geplanten Bau der Autobahn 39.

Der Großteil der Einwendungen kommt aus Tiddische, Tülau, Voitze und Brome. "Einige haben ihre Einwendungen bereits vorher abgegeben, andere folgen noch", so Frank Warnecke von der BI. Der Großteil nutzte dafür vorgefertigte Schreiben. Hauptsächlich werden darin die Zersiedelung von Landschaft und Natur, das schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39 und auch die fehlende Untersuchung eines alternativen B4-Ausbaus bemängelt. Einige machten sich aber auch die Mühe und formulierten individuelle Bedenken und Argumente gegen die Fernstraße.

Wilfried Sievers, Vorsitzender des Naturschutzes Bromer Land (NBL), verwies auf den massiven Flächenverbrauch der Autobahn. Die Natur werde total zerschnitten. Der Brechtorfer gab für den NBL auch eine Einwendung gegen die A39 ab.

Laut Randhahn habe man von Seiten der Samtgemeinde bereits einige Stellungnahmen an die Regierungsvertretung in Lüneburg weitergeleitet. Das Interesse an der Autobahn sei durchaus vorhanden. Eine genaue Zahl der Eingaben konnte sie jedoch nicht nennen.

Bis zum heutigen Donnerstag, 15. Juni, können die Stellungnahmen von Privatpersonen zur A39 noch über die Samtgemeinde Brome an die Regierungsvertretung eingereicht werden. Wem das zu kurzfristig ist, der kann seine Einwendungen auch direkt an die Regierungsvertretung, Auf der Hude 2, in 21335 Lüneburg, schicken. Bis zum 30. Juni ist dies möglich, danach endet das Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger.

Erschienen: 15.06.2006: IK / 137 / Seite:8

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