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Start aus dem Nichts: Landkreis Uelzen warnt jetzt über „Biwapp“

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Von: Lars Becker

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Der Landkreis Uelzen hat am Montag um 15 Uhr die erste Warnmeldung über die „Biwapp“ verschickt.
Der Landkreis Uelzen hat am Montag um 15 Uhr die erste Warnmeldung über die „Biwapp“ verschickt. © Lars Becker

Raus aus der Testphase, rein in den Echtbetrieb: Der Landkreis Uelzen verschickt jetzt auch Meldungen über die „Biwapp“ an Smartphone-Nutzer.

Uelzen/Landkreis – Pünktlich um 15 Uhr am Montag (18. Juli) war es so weit: Der Landkreis Uelzen verschickte über die „Bürger Info- und Warn-App“ (Biwapp) die erste Nachricht. Und zwar eine amtliche Warnung vor Hitze für Dienstag und Mittwoch.

Zuletzt hatte die AZ Mitte März berichtet, dass die Kreisverwaltung die App teste und „die Menschen ausführlich informiert, wenn der Test- in den Echtbetrieb übergeht“. Genau das passierte allerdings nicht – die besagte erste offizielle Meldung kam also quasi aus dem Nichts nur wenige Stunden, nachdem unsere Redaktion eine schriftliche Anfrage zum Fortgang des Projektes gestellt hatte.

Erweiterte Funktionen werden noch entwickelt

„Die App mit ihrer Warnfunktion ist inzwischen im Echtbetrieb – auch schon eine längere Zeit. Es gab nur noch keinen Anlass, sie zu nutzen. Das hat sich nun geändert“, erklärte Martin Theine, dass man die eigentliche Kernfunktion der Biwapp in Betrieb genommen habe.

Die erweiterten Zusatzmöglichkeiten (Informationen zu Leistungen der Verwaltung, Veranstaltungshinweise, Kategorien wie Tourismus, Wirtschaft, ÖPNV, Jugend- und Sozialarbeit oder Aktuelles) seien noch in der Entwicklung, ein Startermin sei hier noch offen.

Der Landkreis Uelzen hatte sich vertraglich auf eine Nutzungsdauer von vier Jahren verpflichtet. Die Kosten für diesen Zeitraum belaufen sich auf knapp 30.000 Euro.

Identische Warnungen wie über „Nina“ und „Katwarn“

Bei Biwapp handelt es sich um eine kostenlose Anwendung für Smartphones zur Warnung und Information der Bevölkerung. Nutzer können nach dem Download der App festlegen, für welchen Bereich sie aktuelle Informationen und Katastrophenmeldungen auf ihr Handy erhalten. Dabei kann es um Straßensperrungen, Schulausfälle, Unfälle, Feuerwehr-Einsätze, Hochwasserlagen, Bombenentschärfungen oder allgemeine Warnungen gehen.

Alle Meldungen und Katastrophenwarnungen werden von den zuständigen Institutionen wie Katastrophenschutzbehörden, Kommunen und kreisfreien Städten sowie deren Leitstellen versendet.

Es handelt sich inhaltlich um die identischen Warnhinweise des sogenannten Modularen Warnsystems des Bundes, die über die Apps „Nina“ (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) und „Katwarn“ (Fraunhofer-Gesellschaft im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands) ausgespielt werden.

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