Was dürfen Uelzener Behörden im Umgang mit Facebook? Es bestehen Risiken zum Datenschutz

Zwischen Rechtsbruch und Werbung

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Was im Profil der Feuerwehr Uelzen bei Facebook veröffentlicht wird, legen die vier für die Öffentlichkeitsarbeit beauftragten Kameraden fest. Aufnahmen von Einsätzen in privaten Profilen soll es nicht mehr geben.

Uelzen/Landkreis. Ein Satz im sozialen Netzwerk Facebook kann ein Gewitter heraufbeschwören. Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer weiß das seit einer Anmerkung vor wenigen Tagen nur allzu gut.

Weil mit der Äußerung in seinem Profil, das Landvolk agiere im Sinne der industriellen Landwirtschaft, nicht nur ein Streit zwischen ihm und dem Landvolk erneut aufkeimte, sondern auch der Koalitionsfrieden gefährdet war, denkt die Regierungszentrale in Hannover nun über klare Regeln für den Umgang mit Facebook nach. Was in der Landeshauptstadt noch erwogen wird, hat Ortsbrandmeister Reiner Seidel für die Uelzener Feuerwehr jetzt durchgesetzt – überall dort, wo getwittert, gepostet und kommentiert wird, drohen Rechtsbrüche und Fauxpas. Was dürfen Behörden und Organisationen, wenn es um Facebook geht? Und was sollten Nutzer lieber bleiben lassen?

Für Reiner Seidel war es, wie er der AZ sagt, nicht eine Bemerkung, die ihn vor Kurzem hat handeln lassen, sondern ein Foto eines Feuerwehrkameraden: Es ist der „Blick“ hinter die Bühne im Theater an der Ilmenau. „Ein geschützter Bereich für Personal und Schauspieler“, so Seidel. Immer wieder habe er auch erlebt, dass Aufnahmen von Einsätzen privat gepostet wurden. Jetzt gilt: Aufnahmen dürfen nur noch die vier für die Öffentlichkeitsarbeit bestimmten und damit besonders geschulten Feuerwehrmänner machen – und ihnen obliegt es auch, sie auf der Homepage der Wehr oder bei Facebook online zu stellen. [...]

Von Norman Reuter

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