Fusion von Fördereinrichtungen vom Tisch / Bodwede-Schüler nach Suderburg

Zwei Schulen schließen

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Die Hardautalschule in Suderburg soll künftig auch die Schüler der Ebstorfer Bodwede-Schule aufnehmen

Uelzen/Landkreis. Ein Konzept zur Förderschullandschaft im Landkreis Uelzen steht: Demnach wird es nicht zu einer Fusion der Dohrmann-Schule in Bad Bevensen mit der Bodwede-Schule in Ebstorf kommen, so wie es noch im Sommer angedacht war.

Vielmehr, so umriss Martin Oesterley, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zum Förderschulkonzept, bei der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstagnachmittag, werden durch die Bestrebungen der Landesregierungen in Sachen Inklusion alle Förderschulen im Kreis, dazu gehören auch noch die Erich-Kästner Schule in Suhlendorf und die Pestalozzi-Schule in der Uhlenköperstadt, formell aufgelöst und zu einem Förderschulzentrum Uelzen zusammengefasst. In ihm selbst werden aber keine Schüler mehr unterrichtet, sondern es dient vielmehr als Anlaufstelle für die Sonderpädagogen.

Wie berichtet, setzt die Landesregierung auf die Inklusion von Kindern mit einem besonderen Förderbedarf, sodass sie zusammen mit Schülern allgemeinbildender Schulen unterrichtet werden sollen. Aus diesem Grund wurde auch ein Aufnahmestopp für Förderschulen erlassen, in die Kinder mit Defiziten im Bereich Lernen bislang gingen. Diese Förderschulen laufen leer. Für die Kreispolitik war dies Anlass, die Arbeitsgruppe zur Förderschullandschaft zu etablieren. Allerdings gilt der Kreis Uelzen als Vorreiter in Sachen Inklusion, wodurch bereits die Schüler der Erich-Kästner-Schule und der Pestalozzi-Schule an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden, und die Bildungseinrichtungen nur noch formal und als Anlaufpunkt für die Sonderpädagogen bestanden. Anders verhielt es sich noch bei der Dohrmann-Schule und der Bodwede-Schule.

Mit dem Umbau der Förderschullandschaft, so erläuterte Martin Oesterley, sollen die Kinder der Dohrmann-Schule künftig an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Bad Bevensen unterrichtet werden. Die Schüler der Bodwede-Schule würden künftig an die Oberschule Suderburg gehen, allerdings dort nicht zusammen mit Schülern der allgemeinbildenden Schule in einer Klasse unterrichtet. Vielmehr blieben sie in ihrem bisherigen Klassenverbund mit einer Betreuung durch Sonderpädagogen. Weil, wie Markus Börger, Schulleiter der Bodwede-Schule, im AZ-Gespräch erklärt, die Schüler dem Bereich „Geistige Entwicklung“ und „soziale-emotionale Störungen“ zuzuordnen seien und damit nicht inklusiv beschult werden könnten.

Das Konzept zur Förderschullandschaft, darauf wies Oesterley hin, sei in Zusammenarbeit mit den Rektoren der Förderschulen entstanden. Noch in diesem Jahr soll es vom Kreistag beschlossen werden. Zuvor würde es in einer Sondersitzung des Schulausschusses am 27. November noch einmal beraten.

Von Norman Reuter

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