Zwei Schafe in Eimke gerissen / Wolfsberater nimmt DNA-Probe

Zwei Schafe in Eimke gerissen: „Exzellente Kehlbisse“

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Heidschnucken wurden in Eimke gerissen.

Eimke. Zwei mehr als zehn Jahre alte Heidschnucken könnten in Eimke einem Wolf zum Opfer gefallen sein. Die Tiere wurden in der Nacht zu Freitag auf einem Wiesenstück am Schmarbecker Weg in der Nähe der Brauerei gerissen, bestätigt Wolfsberater Klaus Bullerjahn.

Bullerjahn war nach Eimke gerufen worden, um die Tierkadaver zu untersuchen und eine DNA-Probe zu nehmen, mit der sich ein Wolfsriss belegen lässt. Nach der ersten Begutachtung der Überreste wollte sich der Wolfsberater noch nicht festlegen, ob die Heidschnucken durch einen Wolf oder möglicherweise durch einen Hund getötet wurden. Gegenüber der AZ sprach er von „zwei exzellenten Kehlbissen“, die für den Wolf typisch seien. Sie könnten aber auch von einem Hund stammen. „Die Untersuchung wird Aufschluss bringen, alles andere ist Spekulation“, so Bullerjahn.

Das Wiesenstück, das an den bebauten Schmarbecker Weg angrenzt und in ein unbebautes Gebiet ausläuft, war nach den Worten des Wolfsberaters mit einem einfachen Zaun umgeben. Die beiden Heidschnucken waren die einzigen Schafe auf der Wiese. Sie sollten das Gras kurz halten, so Wolfsberater Bullerjahn.

Während es nun in Eimke einen neuen Verdachtsfall zu einem Wolfsriss gibt, haben genetische Analysen gezeigt, dass ein bei Bleckede an Elbe getötetes Kalb (AZ berichtete) nicht von einem Wolf gerissen wurde. Das teilte der Landkreis Lüneburg mit. In einem weiteren Fall, bei dem ebenfalls ein Kalb bei Wietzendorf von einem Wolf gerissen worden sein soll, laufen die DNA-Analysen noch.

Von Norman Reuter

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