Rosche und Suderburg beantragen Umwandlung zum 1. August / Ausschuss dafür

Zwei Oberschulen im Kreis

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Das neue Landesgesetz ist erst seit wenigen Wochen in Kraft, doch es hat bereits Auswirkungen auf die Region: Als erste Schulen im Kreis Uelzen beantragen jetzt die Haupt- und Realschulen in Rosche und Suderburg die Umwandlung in Oberschulen zum 1. August dieses Jahres.

Uelzen. Das neue Landesgesetz ist erst seit wenigen Wochen in Kraft, doch es hat bereits Auswirkungen auf die Region: Als erste Schulen im Kreis Uelzen beantragen jetzt die Haupt- und Realschulen in Rosche und Suderburg die Umwandlung in Oberschulen zum 1. August dieses Jahres.

Der Kreis-Schulausschuss begrüßte das Vorhaben am Donnerstagnachmittag einmütig. „Wir stimmen dem uneingeschränkt zu“, sagte Martin Oesterley im Namen der CDU/FDP-Gruppe. „Kurze Beine, kurze Wege“, meinte Klaus-Georg Franke (UWG) mit Blick auf die geplante wohnortnahe Beschulung der Kinder.

Wie berichtet, erwägt derzeit auch die Samtgemeinde Bodenteich, die örtliche Haupt- und die Realschule in eine Oberschule umzuwandeln. Sowohl der Roscher als auch der Suderburger Schulvorstand hätten sich mit großer Mehrheit für die Einrichtung der neuen Schulform ausgesprochen, berichtete Schulamtsleiterin Kerstin Hagelstein im Ausschuss.

Eine Mindestzahl von 48 Schülern pro Jahrgang sei als Voraussetzung für die Schaffung der beiden Oberschulen nicht mehr erforderlich. Bereits seit Jahren unterrichtet die Haupt- und Realschule Rosche in verschiedenen Wahlpflicht-Fächern und beim Sport schulformübergreifend. Seit diesem Schuljahr erfolgt das gemeinsame Lernen aufgrund der stark gesunkenen Hauptschüler-Zahlen sogar in allen Fächern, mit Ausnahme der Kernfächer.

Zum 1. August soll nun der neue fünfte Jahrgang in Rosche schulübergreifend in der Oberschule unterrichtet werden. Nur das Fach Englisch soll für Haupt- und Realschüler getrennt bleiben. Die älteren Schuljahrgänge, also die künftigen Klassen 6 bis 10, will die Roscher Schule nach den Vorschriften der Vorläufer-Schulform weiterführen. Darüber hinaus beantragt die Schule die Fortsetzung als offene Ganztagsschule.

Auch die Suderburger Hardautal-Schule möchte ab dem 1. August Oberschule werden. Dort beschränkt sich die Reform ebenfalls zunächst auf die fünfte Klasse, für die übrigen Jahrgänge bleibt es bei alten Schulform. Zudem wünscht sich die Lehranstalt die Weiterführung als teilgebundene Ganztagsschule. Nun warten die beiden Schulen auf das Votum des Uelzener Kreisausschusses. Dieser muss bei der Landesschulbehörde bis zum 31. Mai die Aufhebung der beiden Haupt- und Realschulen und die Umwandlung in Oberschulen beantragen.

Vom Kreiselternrat gibt es bereits grünes Licht für beide Anträge. Allerdings sieht der Vorstand bei der Oberschule „noch erheblichen Informationsbedarf“, sagte Kreiselternratsvorsitzender Mike Finke. Ob Oberschulen zur Standortsicherung beitragen werden, sieht das Gremium „eher mit Skepsis“, weil diese Schulform die bisherigen Einzugsbereiche der Schulen aufhebe. Grundsätzlich gibt es aus Sicht des Kreiselternrates jedoch „keinen Grund, die von den Schulen gestellten Anträge nicht zu unterstützen“, so Finke.

Von Bernd Schossadowski

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