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Zwei neue Rückepferde für schwere Arbeit im Stadtforst Uelzen

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Von: Lars Becker

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Treue Begleiter waren Moritz und Edold 20 Jahre lang für Thomas Göllner und die Forst-Mitarbeiter. Beide sind inzwischen tot und sollen nun endlich ersetzt werden.
Treue Begleiter waren Moritz und Edold 20 Jahre lang für Thomas Göllner und die Forst-Mitarbeiter. Beide sind inzwischen tot und sollen nun endlich ersetzt werden. © AZ-Archiv

Für die schwere Arbeit im Stadtforst Uelzen sollen in diesem Jahr endlich zwei neue Rückepferde angeschafft werden. Den entsprechenden Beschluss hatte die Politik bereits im Dezember 2018 gefasst – aus sehr guten Gründen.

Uelzen – Mehr als zwei Jahrzehnte lang haben einst „Moritz“ und „Edold“ auf der Pferdekoppel des Uelzener Stadtforsts gelebt. Dann wurden die Rückepferde in die Rente entlassen – inzwischen sind sie gestorben. Nun sollen an ihren Platz endlich zwei neue Kaltblüter für die Arbeit im Forst treten. Das hat Stadtförster Thomas Göllner im Betriebsausschuss angekündigt, der den politischen Beschluss dazu sogar schon im Dezember 2018 einstimmig gefasst hatte.

„Wir sind noch im Findungsprozess. Ein befreundeter Pferderücker aus dem Wendland wird die Pferde ausbilden, das steht bereits fest. Wir werden jetzt bald auf Reisen gehen und die Pferde aussuchen“, so Göllner. Corona habe die Ersatzbeschaffung erschwert. Für die Anschaffung von zwei Kaltblütern samt maßgeschneidertem Ziehgeschirr stehen im Haushalt bereits seit 2019 10 000 Euro bereit, die nun endlich auch abgerufen werden sollen.

Deutlich weniger Rückegassen erforderlich

Seit 1985 werden im Stadtforst Rückepferde eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe ist es, gefälltes oder wie aktuell durch Stürme zu Boden gestürztes Holz aus dem Wald zu ziehen.

Die entsprechenden Rückegassen-Abstände belaufen sich im Stadtforst auf 50 Meter – dort, wo für diese Arbeit Maschinen eingesetzt werden, zerschneiden sie den Wald alle 20 Meter.

„Wir produzieren nur etwas Methan“

Weitere Vorteile: Pferde belasten Boden und Pflanzen weniger als Maschinen, es werden keine zusätzlichen Treib- und Schmierstoffe verbraucht und so weniger CO2 ausgestoßen. „Wir produzieren nur etwas Methan“, sagte Thomas Göllner augenzwinkernd. Wegen ihres sanften Gemüts macht den Tieren selbst der Motorsägen-Lärm nichts aus.

„Es liegt mir sehr am Herzen, dass wir wieder zwei Pferde bekommen“, freute sich Judith Libuda (Bündnis 90/Die Grünen).

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