Die drei Gast-Stars der 1st-Class-Session im Restaurant „Lässig“ überzeugten

Zwei Männer und ‘ne Lady

Soulstar Karl Frierson, DSDS-Sternchen Liza Marie Viebrock und Song-Poet Masen sorgten für beste Stimmung. Fotos: Wendlandt

Uelzen. Hatte die 1st-Class-Session bei ihrem Debut auf der Galerie des Restaurants „Lässig“ im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof im Februar noch mit übervollen Rängen und leichten Akustikproblemen zu kämpfen (AZ berichtete), fanden diesmal rund ein Drittel der Zuhörer ausreichend Platz, um den gleich drei Hauptacts des Abends zu lauschen.

 Den Auftakt machte Liza Marie Viebrock aus Salzhausen, Teilnehmerin der achten DSDS-Staffel, die es zwar nicht in die Motto-Shows, aber immerhin bis unter die letzten 36 Teilnehmer schaffte. Nur von einer Gitarre begleitet sang sie Popklassiker von den Beatles („Let it be“) bis zu Christina Stürmer („Ich lebe“). Gefällig, aber so recht wollte der Funke nicht überspringen.

Das änderte sich, als Organisator und Gitarrist Peer Frenzke mit Keyboarder Bo Heart, Bassist Reggie Worthy und Wolf Simon am Schlagzeug die Bühne enterte. Am Mikrofon Songpoet Masen, der mit seinen deutschsprachigen Texten Tiefgang, aber auch Humor bewies: „Ich singe jetzt ein paar Liebeslieder, ein paar Lieder über das Leben und ein paar Lieder, wo sich beide treffen.“ Das Wesen der 1st Class Sessions, also das freie Zusammenspiel verschiedener Bandmitglieder, die noch nie gemeinsam auf einer Bühne standen, verblüffte Masen: „Ich kannte das so noch nicht. Die waren mir völlig unbekannt und dann spielen die einfach meine Songs und das dann noch so brillant.“ Gänsehaut pur, als gegen Ende der ersten Hälfte mit Thomas Blug ein weiterer Gitarrist die Bühne betrat und Bassist Reggie Worthy, der schon mit Tina Turner gemeinsam auf Tournee war, für ein Stück das Mikro übernahm – Soul vom Feinsten und die perfekte Einstimmung für Karl Frierson, der den zweiten Teil des Abends eröffnete und das Publikum mit seiner Mischung aus Soul, Blues, Jazz und Pop sofort im Griff hatte. Als dieser mit dem Ausspruch: „In Europa bewegt man beim Tanzen die Schultern, bei uns geht das so…“ zum lasziven Hüftschwung ansetzte und gemeinsam mit der Band in einen Reggae-Titel der Extraklasse überleitete, stand beim Publikum kein einziger Fuß mehr still.

Fazit: Eine absolut gelungene 1st Class Session, die diesmal allerdings wiederum mehr Zuhörer verdient hätte.

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