Die Göhrde-Morde jähren sich zum 25. Mal / Taten unaufgeklärt

Zwei Haare als Spur

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Nahe der gegabelten Kiefer wurden die ersten Opfer gefunden.

Die „Göhrde-Morde“ hatten nicht nur wegen der Brutalität, mit der der Täter vorging, 1989 bundesweit für Aufsehen gesorgt, sondern auch wegen der Umstände.

Die ersten Opfer, das Ehepaar Reinhold aus Hamburg, waren am 21. Mai für einen Ausflug in die Göhrde gefahren, kehrten jedoch nie in die Elbestadt zurück. Verwandte meldeten die Reinholds als vermisst, ihr Auto wurde bei Winsen (Luhe) gefunden, die Überreste der Körper erst Wochen später, im Juli, im Jagdgebiet 138 der Göhrde entdeckt. Am gleichen Tag des Leichenfundes, so ergaben Ermittlungen der Polizei, wurde das zweite Paar, die Uelzenerin Ingrid Warmbier und ihr Liebhaber Bernd-Michael Köping aus Hannover, ermordet. Als Todesursachen werden Erwürgen und Kopfschüsse angegeben.

2000 Hinweisen seien Ermittler in all den Jahren nachgegangen, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Der Täter wurde jedoch nie gefunden. Ein Strohhalm, an den sich die Polizei noch klammert, sind die beiden Haare, die im Auto des ersten Paares gefunden wurden, das vom Täter genutzt worden sei. Die Haare konnten nicht den Opfern oder Verwandten zugeordnet werden – die Hoffnung besteht, dass sie zum Mörder gehören. „Wir stehen mit einem Innsbrucker Institut in Verbindung, um herauszufinden, wann es sinnvoll ist, eine Analyse vorzunehmen“, erklärt Richter. Und da noch nicht sicher sei, ob zum jetzigen Zeitpunkt belastbare Ergebnisse herauskämen, warte man den Fortschritt der Analysetechnik ab.

Mehr zu den Göhrde-Morden lesen Sie in der heutigen Samstagsausgabe der AZ.

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