Neubau: Mitarbeiter soll Fragen zur Sicherheit klären

Zutrittskontrolle für Uelzens neues Kreishaus?

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Für das geplante Kreishaus an der Eschemannstraße soll ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Der Kreis sucht Personal.

Uelzen – Die Entscheidung, welches Unternehmen das neue Kreishaus an der Eschemannstraße baut und wie es letztlich aussehen wird, soll im kommenden Monat fallen.

Die verbliebenen Bieter haben, so der Landkreis auf AZ-Nachfrage, bis zur geplanten Entscheidung im September noch die Möglichkeit, ihre Baupläne zu optimieren und ein verbindliches Angebot abzugeben. Derweil sucht der Landkreis bereits Personal, das sich mit Detailfragen zur Sicherheit von Beschäftigten und Besuchern des neuen Kreishauses befassen soll.

Im Frühjahr 2013 ist der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont in seinem Büro erschossen worden; 2017 attackierte ein Mann zwei Mitarbeiter des Landkreises Gütersloh mit einem Messer – Fälle, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten und eine Diskussion um die Sicherheit in Verwaltungsgebäuden auslösten. Wie Uelzens Kreis- sprecher Martin Theine schildert, solle sich der Mitarbeiter, der zurzeit gesucht werde, mit einem Zugangskonzept für das neue Kreishaus beschäftigen. Darunter seien Fragen der Sicherheit und ein mögliches „Zutrittskontrollsystem“ für das Gebäude zu verstehen.

Das derzeit noch genutzte Kreishaus besitzt neben dem Haupteingang an der Veerßer Straße weitere Zugänge über den Innenhof des Gebäudes sowie an den Seiten. Die Büros im Gebäude werden beim Verlassen abgeschlossen. Mitarbeiter schließen und öffnen sie mit einem Transponder.

Der gesuchte Koordinator „Kreishausneubau“ soll sich auch mit der Lagerung von Altakten befassen. Im Kellergeschoss des jetzigen Kreishauses sind tausende Akten – unter anderem zu Bauvorgängen – zu finden. Bei einem Umzug ins neue Gebäude stellt sich die Frage, ob sie zur Eschemannstraße geschafft werden sollen oder was sonst mit ihnen passiert.

VON NORMAN REUTER

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