„Bekenntnis“ zu Events und Uelzen

Zusätzliche Säle: Uelzener Jabelmannhalle wird erweitert

Die Jabelmannhalle ist eingerüstet: Jetzt starten die Arbeiten am Eventzentrum.
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Die Jabelmannhalle ist eingerüstet: Jetzt starten die Arbeiten am Eventzentrum.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Die Jabelmannhalle als EventZentrum wird in den nächsten Monaten saniert und erweitert. Wie Betreiber Ulrich Gustävel berichtet, entstehen im Geschoss über dem Foyer zwei zusätzliche Säle. Zudem werden Fenster ausgetauscht und das Dach erneuert. Mehr als eine Million Euro fließen nach Angaben Gustävels in die Halle.

Uelzen – Die Gerüste stehen. Es ist der Auftakt für umfangreiche Arbeiten an und in der Jabelmannhalle in Uelzen. Das Eventzentrum wird in den nächsten Monaten saniert und erweitert. „Es entstehen zwei zusätzliche Säle“, berichtet Ulrich Gustävel, Inhaber und Betreiber der Halle.

Die Säle werden in einem bisher ungenutzten Geschoss über dem Foyer eingerichtet. Dazu erhält der Gebäudetrakt auch ein neues Dach sowie einen innenliegenden Treppenaufgang. Zudem werden Fenster ausgetauscht und der Eingangsbereich komplett neu gestaltet.

Es ist ein Projekt, an dem Gustävel und sein Team bereits seit Längerem arbeiten. Die Pläne dazu gebe es seit 2018, schildert er. Jetzt packe er es an. Die Investitionssumme liegt nach Auskunft von Gustävel bei mehr als einer Million Euro. Er kann dabei auf Fördergelder aus dem Programm „Investitionen Niedersachsen“ zurückgreifen.

Als Eventmanager, unter anderem für das Uelzen Open R, war Gustävel in den vergangenen zwei Jahren den Folgen der Corona-Pandemie unterworfen. Events fielen aus oder mussten verschoben werden. Er startet mit dem Umbau und der Erweiterung der Halle in einer Zeit, in der die Pandemie noch nicht ausgestanden ist: „Ich bin ein positiv eingestellter Mensch. Ich bin überzeugt: Die Pandemie wird enden und es geht weiter. Die Arbeiten jetzt sind auch ein Bekenntnis zum Standort Uelzen und dass Events Zukunft haben“, sagt Gustävel.

Das Eventzentrum ist in früheren Fabrikhallen des Landmaschinenherstellers Jabelmann untergebracht. Bis in die 1990er-Jahre sei die Firma einer der größten Arbeitgeber in der Region gewesen, weiß Gustävel. Nach dem Aus für die Fabrik entdeckt er 2006 die Halle für sich. Da kann Gustävel schon auf Jahre als Eventveranstalter zurückblicken. „Ich habe durch die Fenster der Hallen geschaut, und da lief gleich ein Film ab“, so Gustävel.

Er investiert in den darauffolgenden Jahren. Aus der Produktionshalle wird der große Saal mit Galerie für Konzerte, Varieté, Messen und Versammlungen. Ein Ersatzteillager wird zum Foyer, in dem unter anderem Weihnachtsfeiern ausgerichtet werden. Das angrenzende städtische Albrecht-Thaer-Gelände wird Veranstaltungsort fürs Open R, bei dem im Laufe der Jahre Stars wie Herbert Grönemeyer, Elton John und auch Sting auftreten.

Mit dem Umbau jetzt stelle man sich breiter auf, was die Veranstaltungsmöglichkeiten betrifft, erklärt Gustävel. „Wir schaffen mehr Platz, was beispielsweise bei Messen hilfreich ist“, sagt er. Zudem gebe es Anfragen für Kongresse. Die zusätzlichen Säle könnten für Workshops genutzt werden, während im großen Saal die Vorträge laufen. „Die Erweiterung erlaubt uns auch, Veranstaltungen parallel durchzuführen“, verdeutlicht Gustävel.

Mit einer künftigen Nutzfläche von gut 2000 Quadratmetern avanciere die Jabelmannhalle zum größten Veranstaltungszentrum der Region. Zusammen mit dem Umbau stellt sich Gustävel auch strukturell neu auf. Künftig gebe es die „Neue Töne GmbH“, die für die Organisation der Veranstaltungen zuständig sei.

Der Zeitplan sieht vor, dass bis zum Sommer die Arbeiten an und in der Halle abgeschlossen sind. „Wir wollen zum Open R fertig sein“, sagt Gustävel. Nach zweijähriger Pause soll das Festival am ersten Juli-Wochenende mit Größen wie Nico Santos, Stefanie Heinzmann, Roland Kaiser und den Broilers wieder stattfinden. Gustävel: „Ich stehe im Austausch mit Kollegen aus der Branche. Das Open R wird stattfinden.“

Ulrich Gustävel hat die neuen Säle bereits vor Augen. In einem bisher nicht genutzten Geschoss der Jabelmannhalle, früher waren dort Ingenieurbüros zu finden, werden sie entstehen. Auch Platz für Büro-Arbeiten ist dort geplant.

Der Zuspruch sei jetzt bereits gut. Rund 16000 Karten seien für die drei Festivaltage bisher verkauft worden. Und beim Open R soll es nicht bleiben. Wie in den beiden zurückliegenden Jahren ist im Innenhof auch wieder Jabelmanns Kultursommergarten geplant. „18 Konzerte in zwei Monaten wird es geben.“

Zunächst rücken aber die Bauarbeiter an. „Als Erstes wird das Dach abgenommen und neu gemacht“, weiß Gustävel zu berichten. Dann würden Fenster getauscht und der Eingangsbereich umgestaltet, bevor der Innenausbau erfolge. „Das ist schon was Großes“, so Gustävel.

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