Beschluss der Kreispolitik

Zusätzliche Corona-Tests für Uelzener Schulen

Zweimal pro Woche sollen sich die Schüler testen. So will es das Land. Die Uelzener Kreispolitik will weitere Testungen ermöglichen.
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Zweimal pro Woche sollen sich die Schüler testen. So will es das Land. Die Uelzener Kreispolitik will weitere Testungen ermöglichen.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Die weiterführenden Schulen im Landkreis bekommen bei Bedarf zusätzliche Corona-Tests zur Verfügung gestellt. So will es die Kreispolitik. Schüler und Beschäftigte sollen sich möglichst oft auf eine Corona-Infektion testen können.

Uelzen/Landkreis – Die SPD hat den Dringlichkeitsantrag gestellt, der Kreisausschuss ist ihm gefolgt. Demnach sollen an den beiden Gymnasien, den fünf Oberschulen, an der KGS sowie an den Berufsbildenden Schulen unabhängig von den Corona-Tests, die das Land zur Verfügung stellt, weitere Testkits ausgeliefert werden. Schülern und Mitarbeitern wie Sektretärinnen und Hausmeistern soll damit die Möglichkeit gegeben werden, sich möglichst oft auf das Coronavirus zu testen.

Die Kreisverwaltung spricht von einem Angebot, das über die gesetzlichen Festlegungen hinaus geschaffen werden soll. Seitens des Landes sind Schulkinder aufgefordert, sich zweimal in der Woche zu testen, um festzustellen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Andreas Dobslaw, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Uelzener Kreistag sagt: „Neben dem Impfen ist das Testen eine wichtige Strategie in der Bekämpfung der Pandemie. Wir wollen das Testen weiter mit ,Leben‘ erfüllen.“ Deshalb sei der Antrag gestellt worden. An Schulen seien auch Beschäftigte des Landkreises, beispielsweise Sekretärinnen und Hausmeister, tätig. Auch ihnen wolle man ein entsprechendes Testangebot machen.

Zurzeit sind die weiterführenden Schulen im Landkreis Uelzen als Hochinzidenz-Kommune (AZ berichtete) aufgrund der Infektionslage weitestgehend verwaist. Es gilt Homeschooling. Aber ab Montag starten die Abiturprüfungen. Am Herzog-Ernst-Gymnasium erhielten Schüler der Abitur-Klassen am gestrigen Donnerstag ihre Zeugnisse für das letzte Halbjahr in der Oberstufe, gleichzeitig bekamen sie fürs Abitur Testkits übergeben, die das Land zur Verfügung gestellt hat. In Präsenz geschrieben werden aber auch Klausuren in anderen Jahrgängen, auch in diesen Fällen müssen zuvor Abstriche genommen werden. In einem Kalender sind die Arbeiten eingetragen, entsprechend würden die Tests herausgegeben, schildert Schulleiterin Gabriele Diedrich. Sie und Kollegen blicken aber schon auf Zeiten, wenn wieder mehr Schüler für den Präsenzunterricht an die Bildungseinrichtungen zurückkehren. Für eine größere Sicherheit könne zusätzlich zu den beiden vom Land vorgegebenen Tests ein weiterer, dritter Test pro Woche dazwischen geschoben werden, so Diedrich. „Zwei Tests sind gut, ein dritter ist noch besser“, meint sie. Der Beschluss der Kreispolitik erlaube das nun.

Von einem „tollen“ Angebot der Kreispolitik spricht Karin Malangré als zuständige Vertreterin der Schulleitung des Uelzener Lessing-Gymnasiums. „Das wird hier positiv gesehen“, sagt sie.

Und an der Oberschule in Ebstorf sagt die Leiterin Heike Matthies zu dem zusätzlichen Test-Angebot des Landkreises: „Das ist sicherlich eine gute Idee.“ An der Oberschule werden aktuell die Abschlussklassen im Wechselmodell in Präsenz unterrichtet. Schüler kommen eine Woche montags, mittwochs und freitags und in der darauffolgenden Woche dienstags und donnerstags. In jenen Wochen mit drei Unterrichtstagen würde sich ein dritter Test anbieten, sagt Matthies.

Sie hat nur eine Bitte: Über die Ausgabe der Testkits und die Formalitäten solle sich der Landkreis Gedanken machen, es sollte nicht zu Kollisionen mit bisherigen Verfahrensweisen kommen. Zurzeit würden sich Schüler der Oberschule vor dem Unterricht testen, und in einem vorgedruckten Formular sei das Ergebnis einzutragen. „Dieser Schnipsel wird gezeigt, und der Schüler erhält dann sein nächstes Testpaket.“

Nach Angaben des Landkreises wird laut Beschluss der Politik nun zunächst der Bedarf für die zusätzlichen Tests an Schulen ermittelt, dazu wurde bereits eine E-Mail verfasst und ein entsprechendes Konzept für die Herausgabe und Abwicklung der Tests erstellt.

HInweis: In einer früheren Fassung des Artikels war auch die Rede von zusätzlichen Corona-Tests für Lehrer. Dazu hat der Landkreis nach der Veröffentlichung mitgeteilt, dass das Angebot für Schüler und Beschäftigte des Landkreises, die in der Schule tätig sind, geschaffen werden soll, aber nicht für die Lehrer.

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