Süßes Brand-Abwasser beginnt zu gären

Zuckerwerk kämpft gegen Gerüche an

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Bei den Aufräumarbeiten nach dem Brand in einem Silo war anfangs Zucker versickert, der nach dem Regen zuckerhaltiges Abwasser bildete.

dib Uelzen. Das Uelzener Zuckerwerk kämpft gegen unangenehme Gerüche an. Bei den Aufräumarbeiten nach dem Brand in einem Silo war anfangs Zucker versickert, der nach dem Regen zuckerhaltiges Abwasser bildete, erläutert Pressesprecherin Tanja Schneider-Diehl.

Dieses beginne nun zu gären. Ab jetzt könne das aber nicht noch einmal vorkommen. „Die Prozesse haben wir im Griff. “.

Zum Zeitpunkt des Brandes war der Bau einer Abwasserreinigungsanlage in Borg noch nicht beendet. Nach dem Vorfall wurde die Anlage schneller in Betrieb genommen, berichtet sie. Das belastete Wasser sei im Rundklärbecken der Anlage aufgefangen worden, doch dort habe es Gärprozesse ausgelöst. Derzeit würden diese Abwässer auf abgeerntete Stoppelfelder gebracht und sofort eingearbeitet, schildert sie, sodass diese Geruchsquelle in den nächsten Tagen beseitigt sei.

Zusätzlich entwickele bei den sommerlichen Temperaturen das zuckerhaltige Erdreich Gerüche, das vor dem Zuckersilo ausgehoben worden war, um die Zufahrt für die Aufräumarbeiten zu asphaltieren. „Der Abtransport dieses Materials wird in Kürze abgeschlossen sein“, erklärt sie. In der Abwasserreinigungsanlage im Werk werde außerdem schwächer belastetes Abwasser behandelt, das ebenfalls für unangenehme Gerüche sorge. Schneider-Diehl rechnet damit, dass diese Aufbereitung noch bis Ende August dauert. Die nächste Rübenkampagne soll im September starten, ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Von Diane Baatani

Die Bilder vom Großbrand und den Löscharbeiten

Großbrand bei Nordzucker in Uelzen

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