Werk produziert 115 Tage weiße Kristalle

Zucker-Kampagne endet Sonnabend: Nordzucker zufrieden mit Erträgen

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Am Sonnabend wird voraussichtlich die Zuckerproduktion im Uelzener Nordzucker-Werk enden, erklärt Georg Sander, Leiter der Rohstoffversorgung.

Uelzen/Braunschweig. Das Nordzucker-Werk in Uelzen wird voraussichtlich am kommenden Sonnabend die Zuckerproduktion für die Saison beenden. Die Kampagnendauer wird damit bei 115 Tagen liegen.

Ursprünglich war geplant, die Verarbeitung der Zuckerrüben Anfang der Woche bereits abgeschlossen zu haben. Die Verlängerung ist größerer Mengen an Zuckerrüben zur Verarbeitung geschuldet.

Georg Sander, Leiter der Rohstoffversorgung, zeigt sich gestern zufrieden mit dem Verlauf der Kampagne in Uelzen. Er berichtet: „Der Rübenertrag pro Hektar war in diesem Jahr überdurchschnittlich.“

Endspurt für Marina Bergholz: Im Rübenlabor wird unter anderem der Zuckergehalt ermittelt. Dafür nimmt die Nordzucker-Beschäftigte Proben.

Gestern Mittag türmten sich noch rund 50 000 Tonnen Zuckerrüben auf dem Gelände des Uelzener Werkes. Laster mit weiteren Feldfrüchten steuerten Lagerflächen an. Ein Anlieferungsende war für den gestrigen Abend geplant. Bis zu 1000 Fahrzeugen liefern während einer Zucker-Kampagne pro Tag die Feldfrüchte an. Insgesamt werden bis zum Kampagnenende rund 2,1 Millionen Tonnen an Rüben verarbeitet worden sein. Der Nordzucker-Konzern unterhält 13 Werke in sieben Ländern – Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Litauen, Polen und Slowakei. An an vielen Standorten wurde die Kampagne bereits beendet, erklärt das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung. Neben Uelzen werde die Produktion im schwedischen Örtofta und im polnischen Opalenica in wenigen Tagen enden. Lediglich im slowakischen Werk Trencianska Teplá werde wegen einer Rekordernte bei den Rüben noch bis zum 22. Januar produziert. Die durchschnittliche Laufzeit der Kampagne in den Werken lag bei 104 Tagen.

Das Unternehmen zeigt sich sehr zufrieden mit der Ausbeute, also mit dem Zuckerertrag, in der nun endenden Kampagne. In einigen Anbaugebieten seien „herausragende Ergebnisse“ erzielt worden, so das Unternehmen. Vor allem die Slowakei steche in diesem Jahr hervor. „Wir hatten überwiegend gute Witterungs- und damit Wachstumsbedingungen für die Rüben. Das hervorragende Ergebnis ist aber auch unserer Anbauberatung im engen Austausch mit den Landwirten geschuldet“, erklärt Dr. Lars Gorissen, Vorstand für den Bereich Agrarwirtschaft.

Der Nordzucker-Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig ist Europas zweitgrößter Zuckerhersteller, produziert darüber hinaus Bioethanol sowie Futtermittel. Im Uelzener Werk im Gewerbegebiet „Im Neuen Felde“ liegt die Zahl der Mitarbeiter bei konstant um die 300.

Von Norman Reuter

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