Heimsieg für Fünfjährige

Zuchtstätte aus dem Landkreis Uelzen glänzt bei 33. Bundesrasseschau

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Der Reservesieg weiblich ging an die fünfjährige schwarze „Mhairie Dhubh“, die mit „Mharian“ ihr zweites Kalb bei Fuß führte. Dieses außergewöhnlich gut entwickelte Kalb ließ den Richter ins Schwärmen geraten.

Uelzen – Mhairie Dubh vom Isenbeck und Töchterchen Mharian haben bei der 33.  Bundesrasseschau der schottischen Hochlandrinder in Uelzen den Reservesieg geholt.

Damit konnte die Zuchtstätte „vom Isenbeck“ aus Nienwohlde (Samtgemeinde Aue) im Landkreis Uelzen einen Heimsieg und schönen Erfolg verbuchen.

Lange hatte die Veranstaltung, die eigentlich im hessischen Alsfeld geplant war, auf wackeligen Füßen gestanden. Grund waren die veterinärmedizischen Anforderungen wegen der Blauzungenkrankheit, die von Steckmücken übertragen wird. Manche Regionen waren infiziert und dadurch zu Sperrgebieten erklärt worden. Die für Schauen erforderliche Impfpflicht wurde anfangs nicht von allen Züchtern akzeptiert und so hielten sich die Nennungen von Tieren im zu niedrigen Rahmen. Der Vorstand im Bundesverband der Züchter und Halter von schottischen Hochlandrindern in Deutschland musste schweren Herzens die Halle in Alsfeld absagen. Damit schien die Schau gestorben.

Das ging Vorstandsmitglied Anke Heuer-Jungemann aus Nienwohlde gehörig gegen den Strich. Seit 25 Jahren ist sie eine leidenschaftliche Highland-Cattle-Züchterin und setzte nun Himmel und Hölle in Bewegung, um diese für den Verband so wichtige Schau doch noch durchführen zu können. Recherche im Heimatkreis war gefragt und siehe da: Kontakte mit der Hallenbetreibergemeinschaft der alten Viehhalle in Uelzen, federführend hier Eckart Bratz und Jakob Scherer, führten dazu, dass die Schauausrichtung doch noch möglich wurde. Eine recht große Schar an Besuchern rundete das Bild ab.

Aufgrund der Beeinträchtigung durch das Blauzungen-Virus waren statt sonst 85 zwar nur 63 Tiere gemeldet worden, aber dafür war die crème de la crème aus der nahezu gesamten Bundesrepublik in den kleinen Schauring nach Uelzen gekommen: Tiere von Züchtern, die sich nicht durch Widrigkeiten abschrecken lassen wollten, alle Mühen auf sich genommen hatten und auch von weit her angereist waren.

Die Begrüßung und einführenden Worte sprach Kreislandwirt Thorsten Riggert und läutete damit die Konkurrenz ein.

Richter Walter Schluep aus der Schweiz, ein international anerkannter Fachmann, betonte immer wieder, wie gering die Qualitätsunterschiede zwischen den Teilnehmern innerhalb der einzelnen Altersklassen seien und dass er sich besondere Kriterien für die Rangierungen überlegen müsse.

Den Gesamtsieg männlich errang der Bulle „Osiris“ aus der Zuchtstätte „vom Eiserbachtal“ aus der Eifel, geführt von Leonie und Werner Groten. Den Reservesieg männlich vergab Schluep an „Dalmore vom Sunderberg“ der Familie Bange aus Brilon (Nordrhein-Westfalen). Der Gesamtsieg weiblich ging an „Dosan“ aus dem Betrieb „von Heise“ aus Hollen (Niedersachsen), dem Petra und Björn Bedürftig vorstehen.

Den Reservesieg weiblich bekam die fünfjährige schwarze „Mhairie Dhubh“, die mit „Mharian“ ihr zweites Kalb bei Fuß führte. Dieses außergewöhnlich gut entwickelte Kalb ließ den Richter geradezu ins Schwärmen geraten und einigen Zuschauern ging es ebenso.

Die Beiden stammen aus der Zuchtstätte „vom Isenbeck“ aus dem Wrestedter Ortsteil Nienwohlde im Landkreis Uelzen.

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